Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Andreas Wurda (l.), Leiter der Städtischen Sammlungen und Michael Solf, Vorsitzender des Frendeskreises Julius-Riemer-Sammlung Wittenberg e.V., mit dem Plakat zur neuen Sonderausstellung im Zeughaus. Foto: Wolfgang Gorsboth

Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Andreas Wurda (l.), Leiter der Städtischen Sammlungen und Michael Solf, Vorsitzender des Frendeskreises Julius-Riemer-Sammlung Wittenberg e.V., mit dem Plakat zur neuen Sonderausstellung im Zeughaus. Foto: Wolfgang Gorsboth

04.12.2017

Reliquien und Votivgaben aus aller Welt

Neue Sonderausstellung im Wittenberger Zeughaus

Wittenberg (wg). Am Samstag, dem 9. Dezember, eröffnet Oberbürgermeister Torsten Zugehör um 13.30 Uhr im Museum im Zeughaus die Sonderausstellung „Objekte der Verehrung – Materielle Zeugnisse von Glauben, Ehrfurcht und Gedenken in den Kulturen der Menschheit“. Konzipiert wurde die Exposition von dem Berliner Ethnologen Nils Seethaler. 

Die Sonderausstellung entstand in Kooperation zwischen den Städtischen Sammlungen und dem Freundeskreis Julius-Riemer-Sammlung Wittenberg e.V. Gezeigt werden mehr als 50 Objekte aus allen Kontinenten, die ein Zeitspanne von rund 3.000 Jahren umfassen – von archäologischen Funden, die auf 1000 v. Chr. datieren bis zur Lutherfigur von Playmobil der Gegenwart.

„Wir wollen die Präsenz des Göttlichen/Mythischen im Alltag veranschaulichen“, erklärt Seethaler, „Ausgangspunkt ist das Wittenberger Heiltumsbuch Kurfürst Friedrich des Weisen.“ Das von Cranach illustrierte Buch enthielt die Reliquien des Kurfürsten, von der einst umfangreichen Sammlung ist nur die Walrippe übrig, sie wird im Erdgeschoss des Zeughauses als eine der „Kronjuwelen“ gezeigt. 

Ein Schwerpunkt der Sammlung bildet die Südsee als Hommage an Julius Riemer, zu sehen sind Exponate wie ein australisches Schwirrholz, eine Kopfjagdtrophäe, ein Dolch aus einem menschlichen Oberschenkelknochen, ein Keulenkopf prähistorischen Ursprungs sowie eine Kette aus Pottwalzähnen die von den Fidschi-Inseln stammt. Zu den Hinguckern gehört auch eine Hexenkugel aus England Ende des 19. Jahrhunderts. 

Gezeigt werden auch Votivgaben, die zum Teil eng mit der Wallfahrtstradition verbunden sind wie die Heiligen Substanzen aus dem Grab der Maria in Jerusalem, Kreuze aus Lourdes oder die Reise-Ikone aus Russland. 

Die bis zum 31. März 2018 zu sehenden Exponate stammen aus den Beständen der Städtischen Sammlungen, dem Freundeskreis Julius-Riemer-Sammlung Wittenberg e.V. sowie aus Privatbesitz. Nach der Eröffnung der Ausstellung durch OB Zugehör gibt Nils Seethaler eine Einführung, anschließend führt er mit Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Sammlungen, durch die Sonderschau. 

Hinweis:  

Mehr zur Sonderaustellung lesen Sie in der Printausgabe des Wittenberger Sonntag am 9. Dezember 2017.




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