14.11.2017

Wittenberger Sonntag liest die Westfalenpost

Klima- und Umweltschutz: Wir müssen endlich anfangen

Hagen (ots) - Viel Eis ist geschmolzen in den vergangenen zwei Jahrzehnten, in denen unter dem Dach der Vereinten Nationen über Klimaschutz verhandelt wird. 27 Jahre ist es her, seit der erste Bericht des Weltklimarats IPCC darlegte, wie gefährlich die Folgen der Erderwärmung sein können. Wir wissen heute viel mehr über die menschengemachte Störung des Klimasystems. Aus den Puzzleteilchen der Forscher entsteht ein zusammenhängendes Bild. 

Es gibt zwei Probleme: Wir leben bereits mitten im Klimawandel und zweitens verplempern wir Zeit, die wir nicht haben. Politiker denken in Legislaturperioden, nicht in Generationen. Ein Problem anzugehen, dessen Lösung sie womöglich nicht mehr miterleben, ist vielen fremd.

Die Wahrheit ist aber auch die, dass Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wir müssen uns nicht nur von fossiler Energieerzeugung verabschieden, sondern auch von dem Gedanken, so weitermachen zu können. Wir glauben immer noch, dass Deutschland Weltmeister im Klimaschutz ist. Wir sind es nicht. Saubere Motoren stecken in immer schwereren Autos, weswegen die Emissionen im Verkehrssektor nicht sinken. Wir beziehen Ökostrom und klagen gegen Stromtrassen vor der Haustür. Deutschland erzeugt pro Kopf und Jahr rund zehn Tonnen Kohlendioxid. Im weltweiten Schnitt sind es knapp fünf. 

Das, was die Staatengemeinschaft derzeit an Klimaschutzversprechen auf den Tisch gelegt hat, reicht nicht aus, um die Erwärmung bei unter zwei Grad zu halten. Je später der Sinkflug bei den Emissionen eingeleitet wird, desto drastischer fallen die Einsparungen aus, desto teurer müssen Volkswirtschaften sie erkaufen. Unser schwerwiegendster Fehler ist der: es den kommenden Generationen aufzubürden.




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