22.10.2017

Zu: Klartext und „Wir lassen uns den guten Ruf unserer Stadt nicht kaputtmachen“

Finger in der Wunde der Gesellschaft

Sehr geehrter Herr Marchewka, 

mit großem Interesse lese ich immer wieder Ihre Kommentare zur aktuellen politischen Lage - auch die entsprechenden Leserbriefe dazu. Zum Ersten möchte ich Ihnen meinen Respekt aussprechen für Ihre oft sehr mutigen Analysen, denn das ist in angespannten Zeiten wie diesen nicht selbstverständlich. 

Wir leben in einer Demokratie, die uns die Meinungsfreiheit als eine ihrer kostbarsten Errungenschaft garantiert. Was aber passiert, wenn Menschen damit nicht mehr respektvoll umgehen? Sich Argumenten verweigern, die Ohren verschließen? Nicht mehr miteinander reden, sondern sich gegenseitig anbrüllen, hochschaukeln, zuschlagen? Was dann am Ende passiert, kann man fast täglich durch die Medien konsumieren: körperliche Gewalt mitunter sogar bis zum Tode. 

Und die Kommentare danach? „Die da oben sind schuld, die biegen sich ihre Wahrheit zurecht, wie die sie brauchen“ und, und, und … Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden?! Ist es so schwer, erst einmal darüber nachzudenken, was man selbst zu einem besseren Miteinander beitragen kann? 

Wir ahnen doch schon lange – besser, wir wissen es – dass sich das gesellschaftliche Zusammenleben verändert hat, die Werte wie Respekt, Achtung, Hilfe, Beistand für in Not Geratene und kulturvoller Umgang miteinander sind trotz aller anderen Schwierigkeiten fast aus der Mode gekommen. Ebenso große, politische Vorbilder, die auf die Fragen, die den Menschen in vielen Bereichen des Lebens auf den Nägeln brennen, Antworten geben könnten. 

Stattdessen streiten sich manche gewählten Vertreter wie Kinder im Kindergarten - sie sollten lieber als vernunftbegabte Wesen gemeinsam und parteiunabhängig nach Problemlösungen suchen und diese auch finden. 

Die Welt ist durch die Medien viel kleiner geworden, darum fällt es so schwer, die damit verbundenen Veränderungen zu erkennen und vor allem zu akzeptieren. Darum ist Freiheit - wie wir es nach der Wende gelernt haben - auch die Freiheit des Andersdenkenden, ohne gleich darauf los zuschlagen, nur weil einem ein anderer Gedankengang oder eine andere Nationalität nicht gefällt. 

Umso wichtiger ist es, dass es mutige Menschen wie Sie gibt, die sich nicht durch schamlose Angriffe entmutigen lassen, immer wieder den Finger in die Wunden der Gesellschaft zu legen. Weiter so! 

Mit freundlichem Gruß 

Christina Dörner am 18.10.2017




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