09.10.2017

Zu: Hasskommentare auf einigen Facebook-Seiten

Schreckliche Positionen

wie Sie wissen, mag ich Ihren Journalismus und das damit oft verbundene politische Statement sehr. In diesem Zusammenhang lässt mich die aktuelle Thematik „Ereignis vor dem Arsenal“ und manche dazu im Internet geposteten Kommentare viele Fragen stellen. Offenkundig schreiben „anders Denkende“ (oder einfacher ausgedrückt: Rechtsradikale ohne Fähigkeit des Denkens) auf Facebook Hasskommentare, zwischendrin gibt es sogar gefährliche „Denkende“, die versuchen, noch mehr Stimmung zu machen und die Menschen aufzuheizen. Mich macht das wütend, mehr als wütend. 

Ich würde gern dagegenhalten. Im Grunde mache ich das auch, aber mittlerweile fühle ich mich in Wittenberg argwöhnisch beäugt - ob bei Freunden oder Kollegen. Nur wenige Menschen haben heute die Zivilcourage, in einen offenen konstruktiven Austausch zu treten. Wie jämmerlich! 

Ist die Aufgabe des Journalismus nur das Verbreiten von Neuigkeiten, oder sehen sich Journalisten auch in einer Art prägenden Rolle? Mir fehlt zu den erwähnten Facebook-Kommentaren so viel Kontra! Falls Sie sich fragen, warum ich selbst nicht dafür sorge... das würde ich gern. Aber ich betreue im öffentlichen Dienst auch Arbeitgeber im Kreisgebiet und muss feststellen, dass sich manche von ihnen in meiner Meinung nach schrecklichen Positionen befinden. 

Ich möchte meiner Tochter ein offenes, tolerantes Denken ermöglichen, sofern das im Landkreis Wittenberg noch möglich ist, aber ich stehe, wenn auch nur ganz klein, in einer Art Öffentlichkeit, und meine persönliche politische Meinung scheint in dieser Region für unsere Familie kontraproduktiv zu sein. 

Max Meier (Name geändert, der tatsächliche Name und Wohnort des Schreibers ist der Redaktion bekannt)





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