09.10.2017

Zu: Alarmierende Zahlen – Gesundheit der Kinder

Gesundheit ist durch Verstand übertragbar

Hallo Herr Marchewka u. Team, sehr wahrscheinlich besteht der o. g. Zusammenhang – wie auch hinsichtlich des Abschneidens beim Pisa-Test – eher mit dem Bildungsstand der Eltern. Entscheidend ist, inwieweit Eltern in der Lage sind, Förderbedarf zu erkennen und dann auch zu leisten. Ebenso dürfen sie nicht übersehen, wenn z.B. eine Mittelohrentzündung das Hören beeinträchtigt, vergrößerte Mandeln das Atmen. Sie müssen in der Lage sein, ihre Kinder nicht einseitig zu ernähren und dürfen Impf- und Kontrolltermine nicht verschlafen. Auch die Unterscheidung zwischen harmlosem Infekt und lebensbedrohlicher Komplikation ist nach meiner Beobachtung im Umfeld meiner Kinder nicht für alle Eltern ohne weiteres möglich. So kommt es zu Verschleppungen bei Infekten mit für Laien schwer nachvollziehbaren Folgen und Komplikationen. 

Zuletzt lassen Eltern, wenn die Folgen ihnen entweder egal oder nicht verständlich sind, notwendige Dauerbehandlungen, wie Brille oder Zahnspange (oder Zahnbürste !) ungenutzt herumliegen. Dafür kann man kaum die Politik verantwortlich machen! 

Meine Doktorarbeit zum Thema Muskelenergiestoffwechsel (damit zusammenhängend: Fettleibigkeit und Diabetes) ist mit „Gesundheit ist durch Verstand übertragbar“ v. Dr. phil. Hinrich überschrieben. Ich würde ergänzen: Auch durch Fleiß. 

Verbessern ließe sich die Situation nur durch Aufklärung, oder, bei Aufklärungsresistenz, Entmündigung der Eltern, d.h. Pflichtprogramme in Schulen und Kindergärten. Komplette Chancengleichheit ist aber immer nur ein Ideal. Leider.   

Frdl Gruß Dr. J. Petzold, Kemberg





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