09.10.2017

zur Diskussion über Rasselisten und den Therapiehund „Rüdiger“

Haltlose Vorurteile

Ich freue mich sehr, dass sich Antje Rettig so engagiert dafür einsetzt, die Rasselisten-Diskussion in Sachsen-Anhalt ein für alle Mal zu beenden und mit den haltlosen Vorurteilen aufzuräumen, willkürlich ausgewählte Hunderassen wären generell gefährlicher als andere. 

Das aktuelle Hundegesetz hierzulande stellt nicht nur alle Vertreter der aufgeführten Rassen grundlos unter Generalverdacht, sondern benachteiligt - ja diskriminiert regelrecht - Liebhaber und Besitzer dieser Tiere. Ich selbst bin zwar keine Halterin von Staffordshire und Co., habe aber zwei eigene Hunde und komme als Kleintierärztin tagtäglich mit den verschiedensten Vierbeinern und ihren Besitzern in Berührung. Dabei sind mir und auch meinen Kolleginnen und Kollegen sogenannte „Kampfhunde“ noch nie als besonders angriffslustig oder aggressiv aufgefallen. Ganz im Gegenteil sogar. 

Nach unserer Erfahrung ist es tatsächlich absolut unerheblich, welcher Rasse ein Hund angehört oder wie groß oder klein das Tier ist. Entscheidend für ein problemloses Verhalten in neuen oder unangenehmen Situationen sowie fremden Personen gegenüber sind neben der Aufzucht hauptsächlich die Sozialisierung und die Erziehung durch den Hundehalter sowie vergangene Erfahrungen. 

Ich hoffe sehr, dass „Rüdiger“ dazu beitragen kann, unnötig geschürte Ängste abzubauen und dass bald ein Umdenken in Bezug auf Hundegesetze und Besteuerung von Hundehaltern stattfinden wird.

Tierärztin Stefanie Endtricht (Tierärztliche Praxis am Weinberg)




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