Bild: Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule Wittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

Bild: Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule Wittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

23.03.2017

Konzerte, Musiktheater und ein durchgängiges Zeugnissystem

Erfolgreiche Leistungsbilanz der Kreismusikschule

Wittenberg (wg). „Musikschulen sind Einrichtungen mit einem kommunalpolitisch verantworteten Auftrag in den Bereichen Kultur, Jugend und Bildung“, erklärt Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule, im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. Man dürfe jungen Menschen nicht die Bildungschance Musik verweigern, denn die Grundidee, dass Musizieren wesentlich zur positiven Persönlichkeitsentwicklung beitrage, sei heute auch wissenschaftlich bewiesen.

„Unsere Musikschule weist auf hohem Niveau eine vielfältige Arbeit aus, die es erlaubt, das kulturelle Leben in Stadt und Kreis aktiv mitzugestalten“, verweist Biedermann auf eine aktuelle Auswertung zum Stichtag 28. Februar 2017. Zur Leistungsbilanz zählen 115 Klassenvorspiele bzw. interne Veranstaltungen, 82 öffentliche Veranstaltungen wie Schülerkonzerte, Konzerte für Kindergartenkinder, Konzerte mit Werken Alter Meister, Benefiz-Gala und Weihnachtskonzert. 

Zusätzlich wirkten Musikschüler in 54 Veranstaltungen der Kommunen sowie 50 Veranstaltungen der allgemeinbildenden Schulen mit und in zwei Musiktheateraufführungen konnten sich Talente auch in diesem Bereich weiterentwickeln. Alle 301 Veranstaltungen wurden von insgesamt circa 20.250 Personen besucht. 

„Der Bereich Musiktheater hat an unserer Einrichtung eine lange Tradition“, sagt Biedermann. Neu hinzugekommen ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Luther-Melanchthon-Gymnasium, der sich als jüngstem Projekt – gemeinsam mit dem Tanzstudio Porwol und dem Paul-Gerhardt-Orchester – die Musiktheateraufführung „Gans in Gold“ (frei nach Grimm) verdankt. Beide Vorstellungen im Phönix waren ausverkauft. Fortgesetzt wurde auch die Tradition, mit der Grundschule in Radis gemeinsame Theaterprojekte auf die Bühne zu bringen, diesmal mit dem Stück „Die Instrumentenscheune“. 

Verdienstvolle Schüler, die die Kreismusikschule am Ende eines Schuljahres verlassen, gaben zwei gut besuchte Absolventen-Konzerte im Bildungszentrum Lindenfeld und im Clack Theater. Mit letzterem wurde zudem das „Podium junger Künstler im Clack Theater“ mit Erfolg geprägt, die Reihe ist mittlerweile fester Bestandteil im Veranstaltungskanon, es treten vor allem junge Gesangssolisten auf.

Seit 1993 findet einmal im Jahr in enger Kooperation mit der Deutsch-Russländischen Gesellschaft und anderen Vereinen die „Internationale Musikalische Jugendbegegnung“ statt, 2016 nahmen daran 35 Gäste aus Russland, Weißrussland und Bulgarien teil. In der Begegnungswoche wird geprobt, Höhepunkt ist dann das Konzert gemeinsam mit Musikschülern aus Wittenberg als internationales Orchester.

„Regelmäßig werden an unserer Einrichtung Themen-Konzerte durchgeführt“, so Biedermann. 2016 konnte unter dem Titel „Wie im Himmel, so auf Erden“ ein weiteres Konzert mit Kompositionen vom Mittelalter bis zur Neuzeit auf Keltischer Harfe und Blockflöten durchgeführt werden, es musizierte das Blockflöten-Ensemble „KlangHolz“. Unter dem Motto „800 Takte Musik aus 8 klingenden Jahrhunderten“ gab es im Schloss Jessen ein Konzert zur 800-Jahrfeier der Stadt Jessen.

„Die Kreismusikschule Wittenberg unterhält ein in der Bundesrepublik einzigartiges, weil durchgängiges Zeugnissystem“, erklärt Biedermann. Im ersten Schuljahr bekommt jeder Schüler ein Zeugnis noch ohne Zensur, aber mit einer Einschätzung. Danach kann der Schüler wählen, ob er die Ausbildung mit oder ohne Zensur durchlaufen möchte, Biedermann: „Mehr als 90 Prozent unserer Schüler entscheiden sich dafür, den Unterricht mit Zensuren auf dem jährlichen Zeugnis zu absolvieren.“ 

Daraus resultiert auch eine hohe Zahl von Schülern, die einen Abschluss anstreben: 43 Schüler legten 2016 an fünf Prüfungstagen den Abschluss in der Unter- und Mittelstufe ab und an den landesweit über den Landesverband der Musikschulen organisierte Oberstufenabschluss nahm ein Schüler teil und erhielt das Prädikat „hervorragend“.

Die Musikschule in Zahlen 

An der Kreismusikschule unterrichten 21 festangestellte Lehrkräfte und 23 Honorarkräfte. In den Bereichen Grundfächer sowie Instrumental- und Vokalfächer werden 1.085 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beschult. Im Projekt Musisch-ästhetische Bildung (Mäbi) in Zusammenarbeit mit Schulen befinden sich 413 Kinder. Die Grundfächer Musikgarten und Musikalische Früherziehung besuchen 197 Schüler, im instrumentalen und vokalen Hauptfach werden 888 Schüler unterrichtet.

Den Ensembleunterricht nutzen 517 Schüler, die Angebote erstrecken sich vom Chor über Kammermusikgruppen, Percussionsgruppen und Pop-Bands bis zum Musizieren in einem Orchester. In der Abteilung Studienvorbereitung werden 20 Schüler gefördert.





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