Platz 1: Kai Brauer und Luisa Wehle von den Tanzgirls & -boys vom SV Turbine Zschornewitz, Deutsche Meister im Tanzen. Foto: Wolfgang Marchewka

Platz 1: Kai Brauer und Luisa Wehle von den Tanzgirls & -boys vom SV Turbine Zschornewitz, Deutsche Meister im Tanzen. Foto: Wolfgang Marchewka

24.01.2015

Die besten Athleten des Jahres 2014 wurden ausgezeichnet

16. Sportgala des Kreissportbundes Wittenberg im Autohaus Moll

Wittenberg (wg). 23.45 Uhr zeigte die Uhr an, als die letzte Ehrung verdienter Sportler des Jahres 2014 vollzogen war, der Kreissportbund (KSB) Wittenberg hatte sich 22.15 als Ziel für das Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung gesetzt. „Die Gala dauerte zu lange, wir werden künftig den Ablauf straffen und das Begleitprogramm kürzen müssen“, erklärte Cheforganisator René Stepputtis, der gleichwohl mit dem Verlauf des Abends zufrieden war, zumal es trotz der Live-Situation keine Pannen gab.

Der sportliche Ehrengast, Hürdenläuferin Cindy Roleder, angehende Bundespolizeimeisterin blickt auf ein tolles Jahr zurück, gewann sie doch völlig überraschend im August 2014 bei der Europameisterschaft in Zürich im 100 Meter Hürdenlauf die Bronzemedaille in 12,82 Sekunden. Offenbar tat ihr der Wechsel in die Trainingsgruppe von Wolfgang Kühne in Halle gut: „Seitdem geht’s bergauf, das war der richtige Weg.“ Auf mentales Training verzichtet die 25-Jährige völlig, Spitzenleistungen ruft sie ganz locker ab, denn Sport soll auch Spaß machen. Das große Ziel für die Zukunft ist das Finale bei der Olympiade in Rio – im Siebenkampf.


2015-01-24 - Wittenberg - 16. Sportlergala des KSB im Autohaus Moll from Wittenberger Sonntag on Vimeo.


Gewohnt locker führte RTL-Sportmoderator Andreas von Thien durch das Programm, das er gemeinsam mit Kerstin Schönemann, Geschäftsführerin des Autohauses Moll und KSB-Präsident Loos eröffnete. Gastgeberein Schönemann erinnerte daran, dass 2015, im 25. Jahr der Deutschen Einheit, zahlreiche Firmenjubiläen anstünden, zumal viele 1990 den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hätten. Firmen, die als Sponsoren den Sport unterstützten und damit soziale Verantwortung zeigten. Überdies begrüßte von Thiem das Radsportidol Uwe Raab, Weltmeister im Straßenrennsport 1983 sowie Sophie Gnauck vom Ruderclub Wittenberg, die 2014 in Hamburg  Juniorenweltmeisterin im Achter wurde.

Wittenberger Sportring

„Sport ist die größte gesellschaftliche Organisation für alle Altersklassen, Sport bedeutet Persönlichkeitsbildung und ist eine Schule fürs Leben“, bekannte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), der sich mit Joggen und Skilaufen fit hält. Sachsen-Anhalt verfüge über viele exzellente Sportler, vor allem im Rudern. Gemeinsam mit Winfried Melzer, Vizepräsident des Landessportbundes, überreichte der Innenminister den „Wittenberger Sportring“, mit dem einmal im Jahr jene geehrt werden, die alles für den Sport gegeben haben.

Für Melzer, langjähriger KSB-Präsident, bedeutete die Preisverleihung die Rückkehr auf eine Bühne, die er selbst mitinitiiert hat. Christa Berger, seit 1974 Mitglied der TSG Wittenberg, wurde mit dem „Sportoscar“ für ihr Lebenswerk geehrt. Die 65-Jährige leitet bis heute zwei Gymnastikgruppen, die sie selbst ins Leben gerufen hat, übernahm 1996 nach dem Tod des langjährigen Vereinsvorsitzenden Horst Schlüter die Verantwortung und arbeitet im derzeitigen Vorstand als Mitgliederwartin.

Sportler des Jahres

Ähnlich wortkarg wie im vergangenen Jahr gab sich Wilhelm Klaus von der Abteilung Turnen des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, der zum zweiten Mal in Folge und mit deutlichem Abstand (53 Punkte) von der Jury zum Sportler des Jahres in der Kategorie „Nachwuchs-Einzel“ gekürt wurde. Bei den Landesmeisterschaften holte er sechs erste Plätze. Lieblingsdisziplin ist der Boden, denn „da kann man nicht so tief fallen“, philosophierte der 14-Jährige, der in diesem Jahr eine Stufe höher turnen will.

Platz zwei (21 Punkte) ging an Tina Kehlitz, Schwimmerin beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, die 16-Jährige wurde bei den Norddeutschen Meisterschaften Erste über 200 Meter Rücken sowie Landesmeisterin über 200 Meter Rücken, 400 Meter Freistil und 400 Meter Lagen. Auf den dritten Platz (16Punkte) kam Adrian Schröder, Abteilung Hapkido beim SV Einheit-Wittenberg, er wurde deutscher Jugendmeister in Selbstverteidigung und Kampf.

Sieger in der Kategorie „Nachwuchs-Mannschaften“ wurden mit 42 Punkten Philipp Rhein und Alessa Ritter vom TSV Schwarz-Gelb Wittenberg. Die beiden 14-jährigen Tänzer wurden unter anderem Landesmeister bei den Junioren. Bevor sie am Sonnabend die Auszeichnung entgegen nehmen konnten, absolvierte das seit 2011 zusammen tanzende Turnierpaar ein siebenstündiges Training in Piesteritz. Mit 31 Punkten Platz zwei erreichte die F-Jugend des FC Grün-Weiß Piesteritz, Kreismeister und Pokalsieger 2014 und Rang drei (23 Punkte) geht an den Mädchen-Doppelvierer mit Steuermann des SV Turbine Zschornewitz , Landesmeister und Deutscher Schülermeister.


Alle Ergebnisse im Überblick:

Erwachsene-Einzel

  • Platz 1: Stefan Pielorz, 42 Punkte, SV Einheit Wittenberg, Europameister im Kreuzheben, Europameister Kraftdreikampf und Deutscher Meister Kraftdreikampf.
  • Platz 2: Wolfgang Löffler, 32 Punkte, SV Grün-Weiß Piesteritz, Europameister und Deutscher Meister im Judo.
  • Platz 3: Nadine Gößling, 27 Punkte, SV Einheit Wittenberg, Deutsche Meisterin im Bruchtest und Selbstverteidigung Hapkido.

Erwachsene-Teams

  • Platz 1: Kai Brauer und Luisa Wehle von den Tanzgirls & -boys vom SV Turbine Zschornewitz, 36 Punkte, Deutsche Meister im Tanzen.
  • Platz 2: Erste Männermannschaft Kegeln des SV Rot-Weiß Seyda, 30 Punkte, Landesmeister.
  • Platz 3: SV Graf Zeppelin Abtsdorf, 28Punkte, Aufstieg der Fußballer in die Landesklasse.


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