Die hohe Kunst, gute Musik mit gutem Humor zu kombinieren, bot das Hamburger Trio „Bidla Buh“ beim vom Wittenberger Kunstverein veranstalteten Weihnachts-Special an zwei Tagen in der jeweils ausverkauften Wittenberger Exerzierhalle. Fotos: Wolfgang Marchewka

Die hohe Kunst, gute Musik mit gutem Humor zu kombinieren, bot das Hamburger Trio „Bidla Buh“ beim vom Wittenberger Kunstverein veranstalteten Weihnachts-Special an zwei Tagen in der jeweils ausverkauften Wittenberger Exerzierhalle. Fotos: Wolfgang Marchewka

05.12.2015

Grandioses Weihnachts-Special des Kunstvereins mit „Bidla Buh“

Ich krieg den Baum nicht in den Ständer

Wittenberg (wm). Es scheint ein Naturgesetz zu geben, das da lautet: Alles, was der Wittenberger Kunstverein anpackt, wird am Ende gut. Die Wittenberger Hofkonzerte sind bereits eine Marke, die auch überregional beachtet wird, und nun ist das erste Weihnachts-Special in der Exerzierhalle hinzugekommen. Dafür hatte sich der Vereinsvorsitzende Thomas Popp etwa 450 zahlende Zuschauer erhofft – schließlich kamen tausend Kartenwünsche - sensationell! Und so wurde aus dem Weihnachts-Special unter dem viel sagenden Motto „Advent, Advent, der Kaktus brennt...“ eine Doppelpremiere an zwei Tagen, was den Musikern des Hamburger Trios „Bidla Buh“ durchaus recht war, denn deshalb gab es nicht nur die doppelte Gage, sondern auch noch eine Übernachtung obendrein, wie die Künstler dem Publikum schmunzelnd verkündeten.

Die Grundlage für die erwartungsfrohen Gäste bildete die gefüllte Hirschroulade auf einer Rotwein-Preiselbeer-Soße, dazu gab es geschmorten Apfelrotkohl, herzhaften Grünkohl und den dazu passenden Kartoffelkloß.

Dann ging es los. Musik-Comedy war angesagt, doch dieser Begriff wirkte angesichts der gebotenen Leistung eher wie eine Untertreibung: Bei „Bidla Buh“ sind drei professionell ausgebildete Könner am Werk, die ihre Musik zusätzlich mit einer guten Portion Humor würzen. Das ist mehr als Comedy, das ist Entertainment der Spitzenklasse!

Gäste, die noch nie etwas von diesem Trio gehört hatten, waren schnell erstaunt: Die drei Hamburger Jungs konnten nicht nur klassisch singen, sondern schienen auch sämtliche Instrumente dieser Welt beherrschen zu können, einschließlich Holzkiste, Besenstil und Bindfaden, kombiniert zum Zupfbass, so dass der alte Ohrwurm „Mein kleiner grüner Kaktus“ alternativ, aber stilecht als „Kaktus goes Rap“ präsentiert werden konnte.

Zu den zum Einsatz gebrachten „Musikinstrumenten“ gehörte auch der gespitzte Mund. Mit dem pfiff „der Traum aller Schwiegermütter“, so die Eigendarstellung von Hans Torge Bollert, die kompliziert-schwierige Arie der Königin der Nacht aus Mozarts „Zauberflöte“ verletzungsfrei von der Bühne herunter. Staunen im Saale.

Das Staunen ging weiter, als „Bidla Buh“ den kleinen grünen Kaktus auf russische Art interpretierte: Dafür verließ Trommler Jan-Frederick Behrend seine Schießbude und bearbeitete ein Xylophon derart rasend schnell, dass die Frage auftauche, was bricht eher, die Klöppel oder die Finger des Artisten. Doch auch bei dieser Nummer blieb alles heil.

Und dann zauberte „Bidla Buh“ weihnachtlich weiter: Aus dem Klassiker von Carl Lee Perkins, „Blue Suede Shoes“ (1956), machte das Trio ihren „Weihnachtsrock“, und Carson Parks „Somethin’ Stupid“ (1966), in der Fassung von Frank und Nancy Sinatra 1967 ein Nummer-eins-Hit, wurde zum Weihnachtslied „Das wünsch ich mir“ umgeschrieben.

Zum großen Finale gab es „Weihnachten bei den Stars“: Das Trio parodierte Hits von Freddy Quinn, Udo Jürgens, Heino, Marius-Müller Westernhagen, Roland Kaiser und den Rolling Stones. Aus deren Welthit „Satisfaktion“ machte „Bidla Buh“ das rockige Weihnachtslied „Ich krieg den Baum nicht in den Ständer.“ Viele Zuhörer riss es von den Bänken: Standing Ovations in der Exerzierhalle. 





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