11.11.2021

Amtsarzt Dr. Hable appelliert: „Impfen lassen und Regeln einhalten!“

Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist sehr hoch

Wittenberg (wg). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Covid-19-Infektionen im Landkreis Wittenberg steigt rapide. Am Donnerstagmorgen registrierte das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung weit mehr als 100 Neuinfektionen. Obwohl Kontaktermittler und Bürgertelefon schon aus allen Teilen der Verwaltung unterstützt werden, kommt es zu starken Verzögerungen: Infizierte und Kontaktpersonen können teilweise nicht mehr zeitnah angerufen werden. 

„Wir appellieren deshalb an alle Personen, die einen positiven PCR-Befund bekommen, sich unverzüglich in Quarantäne zu begeben, das ist die derzeit gültige Regelungslage im Landkreis", erklärt Vize-Landrat Dr. Jörg Hartmann. Das richtige Verhalten, auch von Kontaktpersonen, könne in der Quarantäne-Verordnung des Landkreises auf der Webseite der Kreisverwaltung nachgelesen werden. 

Auch die Übermittlung der Fallzahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI) läuft nicht mehr tagesaktuell, daher ergäben sich große Abweichungen zwischen den RKI-Inzidenz-Zahlen und denen, die das Gesundheitsamt selbst errechnet. Durch die dynamische Lage könne auch nicht mehr sichergestellt werden, dass die von der Kreisverwaltung veröffentlichten Daten zu Schulen und Kitas valide seien. 

„Die betroffenen Schulen und andere Einrichtungen werden aber von uns zentral informiert und unterrichten dann über ihre eigenen Kanäle die Schüler- und Elternschaft", berichtet Ärztin Dr. Isabel Geissler. Aktuell betroffen seien 40 Klassen in verschiedenen Schulen, zum Teil mehrere Klassen pro Schule. 

Seit Dienstag kontrolliert das Ordnungsamt der Kreisverwaltung Wittenberg auch verstärkt die Einhaltung der seit Montag gültigen Regeln. Bei den Kontrollen im Stadtgebiet Wittenberg konnten bisher keine größeren Auffälligkeiten festgestellt werden. 

Unterdessen steigen die Zahlen der Impfungen rapide an: „Zur Zeit impfen wir rund 130 Menschen am Tag allein beim Impfteam in der Sparkasse am Alten Bahnhof“, erklärt Susann Tiede, die die Impfteams im Landkreis koordiniert. Der Ansturm dort sei so groß, dass das Angebot nicht ausreiche: „Wir bitten deshalb, wann immer möglich die Angebote der anderen Impfteams wahrzunehmen, die in den Städten und Dörfern im Landkreis unterwegs sind. 

Die Kreisverwaltung Wittenberg plane die Aufstellung eines fünften Impfteams, welches in den nächsten Tagen einsatzfähig sein soll. Amtsarzt Dr. Michael Hable appelliert an die Bürger, sich Impfen zu lassen: „Wir haben weiterhin ein niederschwelliges Angebot und halten daran auch künftig fest. Wichtig ist, dass die Zahl der Erstimpfungen steigt, aber auch die Booster-Impfungen für ältere Menschen und Mitarbeiter in der Pflege sind jetzt wichtig.“ 

Die Impfung diene vor allem dem Eigenschutz vor akuter und schwerer Erkrankung sowie den Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung. Durch den milderen Verlauf der Krankheit helfe ein Impfschutz auch, die Hospitalisierungsquote und die Zahl derer, die intensivmedizinisch betreut werden müssten, niedrig zu halten. 

„Man kann es nicht oft genug sagen: Individuell umsetzbare Basismaßnamen wie Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, die Corona-Warn-App und Lüften gelten weiter bis ins nächste Frühjahr und helfen“, betont der Amtsarzt. Diese Regeln würden grundsätzlich auch für Geimpfte und Genesene gelten. Außerdem würde damit auch die Übertragung anderer respiratorischer Erreger wie die Grippe oder RS-Viren deutlich vermindert. 

Bild: Amtsarzt Dr. Michael Hable appelliert an die Bürger des Landkreises, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Foto: Archiv





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