Der nördliche Teil der Neustraße wurde am Dienstag, 2.11.21, um 12 Uhr nach einjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Foto: Wolfgang Gorsboth

Der nördliche Teil der Neustraße wurde am Dienstag, 2.11.21, um 12 Uhr nach einjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Foto: Wolfgang Gorsboth

02.11.2021

Materialmangel und Lieferengpässe führten zu erheblichen Bauverzögerungen

Neustraße-Nord nach einem Jahr Bauzeit endlich für Verkehr frei gegeben

Wittenberg (wg). Nach einem Jahr Bauzeit und damit deutlich länger als geplant, konnte am Dienstag, dem 2. November, um 12 Uhr der nördliche Teil der Neustraße für den Verkehr frei gegeben werden, 1,125 Millionen Euro waren investiert worden, davon 870.000 Euro Fördermittel. 

Baubeginn für den Straßenabschnitt zwischen dem Kreisel in der Mauer-/Fleischerstraße und der Ampelkreuzung in der Lutherstraße war im Herbst 2020, die Fertigstellung ursprünglich Anfang August 2021 vorgesehen. „Wir hatten erhebliche Materialprobleme und Lieferengpässe“, berichtet Bauleiterin Eike Geisler. Diese hätten unter anderem die Betonplatten für den Gehweg sowie die unterirdisch verlegten Baumgitter im Bereich der Bushaltestellen betroffen.

In der Gestaltung folgt die Neustraße-Nord dem südlichen Teil der Neustraße, der Fleischerstraße und der Mauerstraße-Ost und damit der Umsetzung des Gestaltungs- und Oberflächenkonzepts der Altstadt. Fahrbahn, Gehwege, Bushaltestellen und Parkflächen wurden neu angelegt: Die Fahrbahn wurde mit Granitborden eingefasst, die Gehwege westlich und östlich der Straße haben eine Breite von je 1,80 Metern und wurden in Mosaikpflaster, die Seitenbereiche in wassergebundener Decke ausgeführt. 

Es gibt wie vor dem Baubeginn 16 Pkw-Stellplätze, das Parken ist gebührenfrei, aber zeitlich begrenzt, neu geschaffen wurde mit Blick auf das Luther-Hotel ein Reisebus-Parkplatz. In Höhe des Hauses Melanchthon des Luther-Melanchthon-Gymnasiums wurde zwischen Schwanenteich und Amselgrund eine großzügige Querung geschaffen und damit die Führung des Wallanlagenrundweges deutlich verbessert. „Die Neugestaltung der Freifläche vor dem Haus Melanchthon kann erst im nächsten Jahr realisiert werden, da es seitens des Landkreises noch keine Baufreiheit gibt“, erklärt Geisler. 

Je fünf historische Leuchten von Typ „Schinkel“ sorgen mit energiesparender LED-Technik auf dem westlichen und östlichen Gehweg für Licht. In circa zwei Wochen sollen auch 16 Hopfenbuchen in die Bauminseln gepflanzt werden, mit den Unterpflanzungen soll noch in dieser Woche begonnen werden. Einen Radweg bekommt dieser Teil der Neustraße nicht, obwohl es im Bauausschuss viele Befürworter gab, dafür gilt hier ab sofort mit Blick auf das Schulgebäude, den Jugendklub „Pferdestall“ und die Wallanlagen Tempo 30. 

Voll im Zeitplan sind die Bauarbeiten der Straße „Am Schwanenteich“, die vom Flüchtlingsboot bis zur Lutherstraße reicht und nach drei Monaten Bauszeit Ende November 2021 fertig gestellt sein soll. Hier investiert die Stadt inklusive Archäologie circa 400.000 Euro mit dem Ziel, für die Anwohner eine angemessene Zuwegung zu schaffen und den Schwanenteich barrierefrei zu erschließen. 

Laut Parkraumkonzept werden sechs öffentliche Pkw-Stellplätze entstehen und sieben schmalkronige Säulen-Hainbuchen gepflanzt. Zusätzlich zur Straßensanierung wurde das Schmutzwassersystem vom Niederschlagswasser getrennt, außerdem ein baufälliger Kanal erneuert. 

Bild: Der nördliche Teil der Neustraße wurde am Dienstag um 12 Uhr nach einjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Foto: Wolfgang Gorsboth





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