Die gelbbindige Furchenbiene. Foto: Florian Lauer/WWF

Die gelbbindige Furchenbiene. Foto: Florian Lauer/WWF

26.10.2021

Die Stadt Coswig beteilgt sich an der Aktion der Biosphärenreservate

Mit dem Modellprojekt „Brommi“ gegen das Insektensterben

Coswig (WiSo). Die Stadt Coswig beteiligt sich am Projekt „Brommi – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“. In einem gemeinschaftlichen Prozess werden mit den Verwaltungen der fünf deutschen Unesco-Biosphärenreservate Mittelelbe, Schwarzwald, Schorfheide-Chorin, Bayerische Rhön und Schaalsee, interessierten Landwirten und Kommunen standort- und betriebsspezifische Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna umgesetzt. Beteiligt sind auch der WWF Deutschland, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und der nationale Naturlandschaften e. V. 

„Da nur die Kernstadt selbst und die Ortschaft Klieken/Buro im Bereich des Biosphärenreservats Mittelelbe liegen, werden auch vorerst nur diese betrachtet und Maßnahmen hier umgesetzt werden können“, erklärt Bürgermeister Axel Clauß (parteilos). Von den Ortschaften sei vielfach das Thema Grünschnitt an die Stadt herangetragen worden: „Ich bin froh, dass das Projekt genau auf dieses Anliegen aufsetzt, Ziel könnte es sein, Grünflächen künftig ökologisch nachhaltig zu bewirtschaften.“ 

Bis 2025 sollen Maßnahmen zum Insektenschutz erprobt und evaluiert werden, die Förderung erfolgt über das Programm „Biologische Vielfalt“ des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Das gemeinsame Ziel ist, Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz zu entwickeln und die gewonnenen Erkenntnisse auf breiter Ebene anzuwenden. Durch die optimierten Maßnahmen sollen ökologische und ökonomische Ziele miteinander vereinbar gemacht werden und die Landnutzer beim Arbeitsaufwand und finanziell entlastet werden. Konkret bedeutet dies, dass gemeinsam mit den Landwirten, anderen Flächennutzern und der Kommune insektenfreundliche Maßnahmen in der Fläche umgesetzt und weiterentwickelt werden. 

Die HNEE übernimmt die Begleitforschung und auf den Flächen das Monitoring. Zu den Vorschlägen, die in den Reservaten erprobt werden sollen, zählen die Förderung des Ökolandbaus, die Anlage von Grünstreifen und die Reduzierung der Lichtverschmutzung, letztere gefährdet nachtaktive Insekten. Der WWF übernimmt die Koordination des Gesamtprojekts und fungiert so als Schnittstelle zwischen Umsetzung und Forschung, Behörden und Öffentlichkeit. 

Bild: Die gelbbindige Furchenbiene. Foto: Florian Lauer/WWF





Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör

Videos Kultur

Schlosskirche Wittenberg Sarah Herzer an der Orgel
Schlosskirche
Alaris Schmetterlingspark
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: