Der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör vor viel frischer Luft im Neuen Rathaus. Und im Hintergrund grüßt die Stadtkirche „St. Marien.“ Die Predigtkirche von Martin Luther gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Foto: Stadtverwaltung Wittenberg

Der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör vor viel frischer Luft im Neuen Rathaus. Und im Hintergrund grüßt die Stadtkirche „St. Marien.“ Die Predigtkirche von Martin Luther gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Foto: Stadtverwaltung Wittenberg

18.10.2021

Neuer Präsident: Thomas de Maizière – Neue Losung: „Jetzt ist die Zeit“

Torsten Zugehör in den Präsidiumsvorstand des Kirchentages 2023 gewählt

Nürnberg/Wittenberg (WiSo). Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag 2023 in Nürnberg (DEKT) steht unter der Losung „Jetzt ist die Zeit.“ Dieses Bibelwort (Mk 1,15) suchte das Präsidium des Kirchentages in seiner Sitzung am 16. Oktober aus. Neuer Präsident ist der frühere Bundesminister Thomas de Maizière, und der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör wurde in den Präsidiumsvorstand gewählt. 

De Maizière folgt auf Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofes schied turnusgemäß aus dem Amt. Den neuen Präsidiumsvorstand des DEKT komplettieren die thüringische Umweltministerin Anja Siegesmund und der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör, beide sind gleichzeitig auch designierte Präsidentin und Präsident der Kirchentage 2025 in Hannover (Siegesmund) und 2027 (Zugehör). 

„Präsidenten und Präsidentin der Kirchentage 2023, 2025 und 2027 kommen aus den neuen Bundesländern“, betonte Bettina Limperg, „das ist auch ein Zeichen des Wandels und der neuen Wege." Ihren direkten Nachfolger würdigte Limperg wie folgt: „Mit Thomas de Maizière übernimmt nun weniger ein ehemaliger Politiker, sondern ein zupackender Mensch Verantwortung – mit klarem Blick für Realitäten, Freude am offenen Diskurs und einem durchaus streitbaren Geist, aber auch mit einem guten inneren Kompass und Glaubensgewissheit.“

Thomas de Maizière verkündete gemeinsam mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König und dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm die Losung für den Nürnberger Kirchentag, der vom 7 bis 11. Juni 2023 gefeiert werden soll: „Jetzt ist die Zeit.“ Diese Übersetzungsvariante aus dem Markusevangelium kann als klares Aufbruchssignal zur Abkehr von zukunftsgefährdenden Lebensweisen und Verhaltensmustern verstanden werden. 

Angesichts massiver globaler Veränderungsprozesse und gesellschaftlicher Verwerfungen untermauerte Thomas de Maizière die Bedeutung der Losung: „Wir wollen den Menschen nicht sagen, was jetzt zu tun ist. Wir laden vielmehr dazu ein, dies gegenseitig zu tun. Denn wir brauchen einen offenen, ehrlichen Austausch untereinander, um der Zeit gerecht zu werden und gemeinsame Schritte zu gehen.“ 

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm stimmte dem zu: „Jetzt ist die Zeit grundlegende Weichen neu zu stellen, damit auch zukünftige Generationen gut leben können.“ Bezogen auf den christlichen Glauben ergänzte er: "„Und jetzt ist die Zeit, sich die Quellen neu zu erschließen, die unserem Leben Kraft und Orientierung geben können. Jetzt ist die Zeit, aus dieser Kraft heraus unsere Kirche zu erneuern, so dass sie offener, ökumenischer und einladender wird und die Liebe, von der sie spricht, selbst am meisten ausstrahlt.“ 

Hintergrund: 

Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 als christliche Laienbewegung gegründet und besteht bis heute als unabhängiger Verein fort. Alle zwei Jahre bringt er als Dialog- und Kulturevent rund 100.000 Menschen in einer anderen deutschen Großstadt zusammen. 

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg statt, auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern. 

Bild: Der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör vor viel frischer Luft im Neuen Rathaus. Und im Hintergrund grüßt die Stadtkirche „St. Marien.“ Die Predigtkirche von Martin Luther gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Foto: Stadtverwaltung Wittenberg





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