16.10.2021

Langfristige Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser ist gesichert

Stadtwerke Wittenberg verlängern Wasser-Liefervertrag um 30 Jahre

Wittenberg (wg). „Der Vertrag sichert eine langfristige und weiterhin preisgünstige Versorgung der Stadt Wittenberg mit Trinkwasser von hoher Qualität“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Herrmann aus Anlass der Unterzeichnung des Vertrags mit der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM). Der Wasserliefervertrag sei vorfristig erneuert worden und habe eine Laufzeit von 30 Jahren, er beinhalte eine vereinbarte Liefermenge, die auch in Zukunft für die Versorgung der Lutherstadt und ihrer Ortsteile ausreichend sei. 

Die TWM habe den bisherigen Vertrag während der Laufzeit immer zuverlässig erfüllt, lobt Herrmann. 

„Wir freuen uns, die vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Wittenberg auch in Zukunft fortführen zu können“, betont denn auch TWM-Geschäftsführer Dr. Alexander Ruhland. 

Geliefert wird das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Lindau, welches nach Auskunft Herrmanns eine erstklassige Qualität besitze und zu den besten in Deutschland zähle: „Es erfüllt nicht nur die nach der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Bewertungskriterien, sondern unterbietet alle in diesem Zusammenhang gesetzlich festgelegten Grenzwerte erheblich.“ Beispiel Nitrat: Hier schreibt der Gesetzgeber einen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter vor, das Trinkwasser aus Lindau liegt unter einem Milligramm pro Liter und ist damit uneingeschränkt zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. 

Das Trinkwasser aus dem Fläming ist so sauber und keimfrei, dass es nicht einmal mit Chemikalien wie Chlor behandelt werden muss, die Natürlichkeit des Grundwassers bleibt erhalten. Es ist erfrischend und schmackhaft, ein ebenso einfacher wie optimaler Durstlöscher und dank seiner mineralischen Bestandteile einschließlich Calcium und Magnesium gesundheitsfördernd. „Die Qualität ist besser als die etlicher Mineralwässer aus dem Handel, zumal Trinkwasser in Deutschland das am besten kontrollierte Lebensmittel ist“, versichert Herrmann. 

Seit 1994 versorgen die in 1991 gegründeten Stadtwerke die Lutherstadt Wittenberg mit Trinkwasser, damals wurden circa 25.000 Haushalte beliefert. „Ende der 1990er Jahre mussten wir entscheiden, ob wir das alte Wasserwerk umfangreich sanieren und auf den neuesten Stand der Technik bringen, es abreißen und an gleicher Stelle neu bauen oder es stilllegen und Fernwasser beziehen“, so Herrmann. 

Man habe lange überlegt und gründlich gerechnet, welche Variante die wirtschaftlichere sei und sich schließlich für den Bezug von Fernwasser entschieden. 1998 wurde der Vertrag mit der TWM unterzeichnet und in Rekordzeit sei eine 40 Kilometer lange Trinkwasserleitung von Lindau nach Wittenberg verlegt worden, im Januar 2000 begann die Versorgung des Stadtgebietes. 

„Die Umstellung damals verlief völlig reibungslos“, erinnert sich Herrmann. Nach und nach wurden weitere Ortsteile über einen Hochbehälter sowie sieben Druckerhöhungsanlagen an das circa 370 Kilometer lange Trinkwasserrohrnetz angeschlossen – unter anderem Nudersdorf, Schmilkendorf sowie Mochau mit Thießen. „Die Entscheidung, Trinkwasser von der TWM über Fernleitungen zu beziehen, war mit Blick auf Qualität und Zuverlässigkeit richtig“, resümiert der Stadtwerke-Chef. 

Nicht nur bei der Trinkwasserversorgung werde langfristig gedacht, auch die Gaskonzessionsverträge mit den Städten Zahna-Elster und Oranienbaum-Wörlitz sei für Zeiträume von jeweils 20 Jahren abgeschlossen worden. Ebenso habe man den Liefervertrag mit SKW zur Nutzung industrieller Abwärme für das Fernwärmenetz der Stadtwerke um weitere zehn Jahre verlängert: „Auch ein Gewinn für die Umwelt“, betont Herrmann, „denn die Nutzung von Abwärme in Form von Dampf zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung ist umweltfreundlich, effektiv und komfortabel.“ 

An der Ausschreibung für die Neuvergabe der Wasserkonzessionen für die Ortschaften Abtsdorf, Boßdorf, Kropstädt und Straach werden sich die Stadtwerke beteiligen: Die Verträge zwischen der Midewa und den vier Dörfern laufen zum 31. Dezember 2022 aus. 

Bild: Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Herrmann am Wasserspender vor der Stadtwerke-Zentrale, ein von Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein kreiertes Unikat. Foto: Wolfgang Gorsboth





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