Einen Scheck fürs „Grüne Klassenzimmer“ der Stadt Wittenberg und Nordhäuser Doppelkorn für OB Torsten Zugehör gab es von Seniorchef Helmut Peter (l.), Juniorchef Andreas Peter sowie Christina Dost, die die Autohäuser in Dessau, Bernburg und Zerbst leitet – und künftig auch das neue in Wittenberg. Foto: Ellen Rinke

Einen Scheck fürs „Grüne Klassenzimmer“ der Stadt Wittenberg und Nordhäuser Doppelkorn für OB Torsten Zugehör gab es von Seniorchef Helmut Peter (l.), Juniorchef Andreas Peter sowie Christina Dost, die die Autohäuser in Dessau, Bernburg und Zerbst leitet – und künftig auch das neue in Wittenberg. Foto: Ellen Rinke

09.10.2021

Autohaus Peter Gruppe investiert zehn Millionen Euro in der Lutherstadt

Zünftiges Richtfest für das neue Mercedes-Benz-Center

Wittenberg (wg). Auf den offiziellen Spatenstich und die Grundsteinlegung musste Corona-bedingt verzichtet werden, dafür feierte die Autohaus Peter Gruppe nun das Richtfest für ihr zukünftiges Mercedes-Benz-Autohaus in der Dresdener Straße in großer und geselliger Runde: Mehr als 400 Gäste aus Politik und Wirtschaft, den baubeteiligten Firmen sowie Mitarbeiter der Peter-Gruppe waren der Einladung gefolgt und erlebten ein Richtfest, welches sich in Kulinarik und Dekoration passend zur Jahreszeit als zünftiges Oktoberfest präsentierte. 

Zehn Millionen Euro investiert das im nordthüringischen Nordhausen ansässige Unternehmen in den in die Zukunft weisenden, hochmodernen Komplex aus Autohaus, Servicehalle mit Fahrzeugaufbereitung, Dekra-Prüfzentrum mit Servicestützpunkt sowie einem Recyclingzentrum. Gebaut wird auf einer Fläche von 22.500 Quadratmetern, zuvor mussten die Ruinen des ehemaligen Mühlenbaus abgerissen werden. Torsten Zugehör, Helmut Peter, 

Oberbürgermeister Torsten Zugehör dankte Seniorchef Helmut Peter, der mit seinem Sohn Andreas das Unternehmen führt, für den Mut, an diesem Standort zu investieren. Manchmal müsse man den Speer in den Nebel werfen, ohne zu wissen, ob man trifft. „Sie haben unternehmerisch klug gehandelt, weil sie den Möglichkeiten der Zukunft mehr vertrauen, als den Erfahrungen der Vergangenheit“, betonte der OB, „sie haben die mit dem Standort verbundenen Potenziale gesehen und nicht die Risiken.“ 

Aus Sicht der Stadt sei es positiv, dass die zu den „Lost places“ zählende Industriebrache an einer viel befahrenen Bundesstraße, die zugleich das Einfallstor in die Lutherstadt sei, endlich hätte beseitigt werden können. Auf dem großen Grundstück lasteten unter anderem wegen eines Großbrandes noch Schulden, auf denen die Stadt bis dato sitzen geblieben ist und die von der Peter Gruppe beglichen worden seien. Am Standort würden 60 neue Arbeitsplätze entstehen: „Wittenberg hat eine reiche Geschichte, aber wir müssen auch an die Zukunft und die Wirtschaft denken.“ 

Seniorchef Helmut Peter erinnerte an die Firmenentwicklung, die vor 30 Jahren in Nordhausen begonnen habe, heute sei man an 24 Standorten in drei Bundesländern präsent, Wittenberg sei der 25. Standort. Man beschäftige 800 Mitarbeiter sowie 130 Azubis bei einem Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro und verkaufe mehr als 12.000 Fahrzeuge pro Jahr. Helmut Peter erinnerte auch an die Schwierigkeiten, das Mühlenbau-Grundstück zu erwerben. Das Areal gehörte einem Eigentümer aus Hessen, der vor einigen Jahren verstarb und weil sich kein williger Erbe fand, fiel das Gelände an das Land Hessen. In Wiesbaden, so Peter, habe man keineswegs offene Türen eingerannt. 

Mit dem Bauvorhaben werden neue Maßstäbe in der automobilen Welt gesetzt, denn es entsteht ein Neubau in modernster Mercedes-Architektur, in dem die Farbe Black, riesige Screens, Multimedia und digitale Interaktion dominieren. Verkauf und Service für Pkw und Van, Transporter und Nutzfahrzeuge erfolgen auf 4.400 Quadratmetern Nutzfläche, wobei die Sparten der Mercedes-Benz-Philosophie folgend architektonisch getrennt sein werden. Ein derart großer und moderner Autohauskomplex in einer mittelgroßen Stadt zwischen Berlin und Leipzig hat es so noch nicht gegeben. 

Juniorchef Andreas Peter geht davon aus, dass die Automobilbranche mit Blick auf E-Mobilität, autonomes Fahren und Shared-Mobility vor den größten Veränderungen in ihrer Geschichte steht. Auch synthetische Kraftstoffe seien ein wichtiges Thema, denn bei schweren Lkw oder Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr reiche der E-Antrieb nicht aus. Der Neubau diene nicht dem Verdrängungswettbewerb, sondern dem Ausbau der Marktposition, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen.“ 

Scheck und Doppelkorn 

Bereits im Juli 2019 überreichte Helmut Peter an OB Zugehör einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro für das „Grüne Klassenzimmer“ der Lutherstadt, wo Schüler im ehemaligen Schweizer Pavillon der Weltausstellung Reformation naturnahes Wissen sammeln können. Nun gab es im Rahmen des Richtfestes den zweiten Scheck in Höhe von 5.000 Euro, bei der Einweihung des neuen Autohauses im April 2022 werde es einen dritten Scheck geben, kündigte Helmut Peter an. 

Für den OB hatte der Seniorchef auch eine Flasche Nordhäuser Doppelkorn im Gepäck: „Für langweilige Stadtratssitzungen!“ 

Bild: Einen Scheck fürs „Grüne Klassenzimmer“ der Stadt Wittenberg und Nordhäuser Doppelkorn für OB Torsten Zugehör gab es von Seniorchef Helmut Peter (l.), Juniorchef Andreas Peter sowie Christina Dost, die die Autohäuser in Dessau, Bernburg und Zerbst leitet – und künftig auch das neue in Wittenberg. Foto: Ellen Rinke




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