Dr. Steffen Skudelny (l.) vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergibt den DSD-Award für denkmalpflegerische Leistungen an OB Torsten Zugehör. Foto: Oleg Alimov

Dr. Steffen Skudelny (l.) vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergibt den DSD-Award für denkmalpflegerische Leistungen an OB Torsten Zugehör. Foto: Oleg Alimov

12.09.2021

MP Reiner Haseloff: Einigendes Band als Kulturnation

Tag des offenen Denkmals wurde in Wittenberg eröffnet

Wittenberg (wg). „In Sachsen-Anhalt gibt es mehr als 30.000 Denkmale, außerdem haben wir bundesweit die höchste Dichte an Sakralbauten und nehmen zusammen mit Bayern bei den Unesco-Welterbestätten eine Spitzenposition ein“, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff anlässlich der Festveranstaltung zur bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals auf dem historischen Marktplatz in Wittenberg. Haseloff ist als derzeit amtierender Bundesratspräsident auch Mitschirmherr des Denkmalschutztages. 

Haseloff erinnerte an die Demonstrationen im Wendeherbst: „Eine der ersten Forderungen bezog sich auf den Erhalt der Cranach-Höfe als wertvollen Kulturdenkmalen.“ Trotz aller Katastrophen und Sünden, die Teil der deutschen Geschichte seien: „Es gab über den Eisernen Vorhang hinweg ein einigendes Band, dass sich Deutsche in Ost und West als Kulturnation verstanden haben, über dieses Band haben wir 1989/90 zueinander gefunden.“ 

Dank der Wiedervereinigung habe man historisch wertvolle Bausubstanz erhalten können, die sonst der Abrissbirne zum Opfer gefallen wäre. Nach der Wende habe man den Denkmalschutz als gemeinsame kulturelle Aufgabe erfolgreich wahrgenommen. 

 „Als glücklicher Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg begrüße ich Sie sehr herzlich auf unserem Marktlatz“, sagte Torsten Zugehör in seinem Grußwort. Wittenberg habe Erfahrung in der Organisation von Groß-Veranstaltungen. Heute präsentiere man den reichen Denkmalbestand der Lutherstadt und wie diese wertvolle Bausubstanz in den vergangenen drei Jahrzehnten konsequent erhalten und weiterentwickelt worden sei. Allein aus städtebaulichen Fördertöpfen seien 124 Millionen Euro nach Wittenberg geflossen. OB Zugehör dankte auch den privaten Eigentümern für ihr Engagement im Denkmalschutz.

„Wir haben wegen der Corona-Pandemie die bundesweite Eröffnung um ein Jahr verschieben müssen, dadurch aber 12 Monate für eine noch intensivere Vorbereitung gewonnen“, erklärte Prof. Dr. Jörg Haspel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Wittenberg habe ein überaus vielfältiges und abwechslungsreiches Programm erarbeitet, welches bereits am Freitag gestartet sei. Corona habe die Menschen spüren lassen, dass Kultur ein Lebenselixier sei. 

„Der DSD geht es um die Pflege des historisches Erbes, der Tag des offenen Denkmals ist der Motor dieses Anspruchs“, sagte Prof. Dr. Haspel. „Denkmale prägen das Siedlungs- und Landschaftsbild und damit auch uns.“ Man habe sich für die Stadt Wittenberg als Eröffnungsstadt entschieden, weil sie sich durch besondere Leistungen im Bereich der Denkmalpflege auszeichne und weil die vier Unesco-Welterbstätten in einer historisch intakten Altstadt eingebettet seien. 

Musikalisch umrahmt wurde der von Thomas Bille moderierte Festakt von der „Brass Connection“, fünf Musikern der Anhaltischen Philharmonie Dessau. Zur Eröffnung erschienen waren auch Landtagsabgeordnete, die Landeskonservatorin Dr. Elisabeth Rüber-Schütte, Eckhard Naumann, langjähriger Oberbürgermeister der Stadt Wittenberg und deren Ehrenbürger sowie aus Wittenbergs dänischer Partnerstadt Haderslev Pastorin Christa Hansen, die zuvor in der Schlosskirche des Festgottesdienst hielt. 

Bild: Dr. Steffen Skudelny (l.) vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergibt den DSD-Award für denkmalpflegerische Leistungen an OB Torsten Zugehör. Foto: Oleg Alimov




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