Viele bunte Bänder mit Wünschen an die Politik, endlich mehr für die Klimawende zu tun, flatterten am Dienstag vor der Thesentür der Schlosskirche: Cordula Weidmann, Initiatorin der Aktion und Gründerin der „Omas for Future“, Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Superintendentin Gabriele Metzner (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Viele bunte Bänder mit Wünschen an die Politik, endlich mehr für die Klimawende zu tun, flatterten am Dienstag vor der Thesentür der Schlosskirche: Cordula Weidmann, Initiatorin der Aktion und Gründerin der „Omas for Future“, Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Superintendentin Gabriele Metzner (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Gorsboth

07.09.2021

Bunte Klimabänder-Aktion machte Station an der Thesentür

„Omas for Future“ handeln aus Liebe zum Leben

Wittenberg (wg). „Von Wittenberg in die Welt: Gemeinsam für ein Klima der Zukunft“, notierte Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) als Wunsch auf dem farbigen Bändchen, Zehntausende davon haben die „Omas for Future“ deutschlandweit gesammelt. In Wittenberg kamen etliche dazu: Enya Purnhagen, die an der Evangelischen Akademie ihr FSJ Politik absolviert, überreichte die Wünsche der Teilnehmer vom Konfi-Camp. Ein Radler-Tross mit vielen bunten Klima-Bändern machte am Dienstag Station vor der Thesentür der Schlosskirche, dort wurden „Omas for Future“-Initiatorin Cordula Weimann und ihre Mitstreiter vom OB, seit zwei Wochen stolzer Opa, Superintendentin Gabriele Metzner und Paul F. Martin, Studienleiter der Evangelischen Akademie, empfangen. 

An der Klimabänder-Aktion nehmen mehr als 150 Städte teil, nun werden sie klimafreundlich per Rad von Stadt zu Stadt nach Berlin gefahren. Dort werden die Bänder am 11. September in einer großen Fahrraddemo zum Washingtonplatz gebracht – zum zweitägigen „Festival der Zukunft“: „Wir wollen während des Festivals den größten Klima-Flashmob aller Zeiten auf die Beine stellen“, kündigte Weimann an. 

Cordula Weimann ist mit ihrem Enkel Tamino und dessen Eltern Carina und Daniel von Leipzig aufgebrochen, weitere Mitstreiter haben sich der Drei-Generationen-Gruppe angeschlossen. Von Wittenberg aus ging es weiter auf dem R 1 nach Bad Belzig. Weil Tamino noch sehr klein ist, sind die Tagesetappen kurz, das Ziel Berlin will man in fünf Tagen erreicht haben, transportiert wird der Enkel in einem zum Kinderwagen umfunktionierten Lastenrad. 

In Leipzig hat die Unternehmerin im Juni 2019 den Verein „Leben im Einklang mit der Natur“ gegründet, Träger von „Omas for Future“, inzwischen gibt es mehr als drei Dutzend Regionalgruppen in der Bundesrepublik, in denen auch Opas willkommen sind. Die Bewegung sieht sich als Ergänzung zu „Fridays for Future“ und engagiert sich für eine lebenswerte Zukunft ihrer Enkel und nachfolgender Generationen: „Handeln aus Liebe zum Leben“, lautet das Motto. 

„Wir müssen Gas geben, denn wir haben nicht mehr viel Zeit, um die globale Erderwärmung entscheidend zu verlangsamen“, erklärte Weimann, die auch die Klimabänder-Aktion initiiert hat. „Die Politik handelt noch nicht konsequent genug und so kommen auf unsere Kinder und Enkel zunehmend Extremwetterlagen mit Starkregen, Dürren, Überschwemmungen, Hitzeperioden und Artensterben zu.“ Das sei vermeidbar, denn noch könne das 1,5 Grad-Ziel erreicht werden, wenn die Politik endlich konsequent in die Klimawende investiere. 

Mit der Klimabänder-Aktion wollten die „Omas for Future“ das Klimathema sichtbar auf die Straße bringen: „Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um umweltbewusster, klimafreundlicher und letztlich gesünder zu leben.“ Man könne konsequent auf Ökostrom umsteigen, häufiger vom Auto auf das Rad wechseln, weniger Fleisch konsumieren und auch beim Urlaub auf den eigenen Kohlendioxid-Fußabdruck achten.

Es gehe nicht um Verzicht, sondern um Änderungen des Verhaltens, um einen bewussten und nachhaltigen Konsum. Vielen sei im Alltag nicht klar, welche großen Fußabdrücke mit klimaschädlichen Gasen sie hinterließen, deshalb setze „Omas for Future“ auf Information und Aufklärung. Schirmherr der Klimabänder-Aktion ist der bekannte Fernsehjournalist und Klimaaktivist Franz Alt, unterstützt wird das Projekt von Klimabotschaftern wie Jörg Sommer, Vorstand der Deutschen Umwelthilfe und Bernhard Stief, Pfarrer der Nikolai-Kirche in Leipzig. 

Bild: Viele bunte Bänder mit Wünschen an die Politik, endlich mehr für die Klimawende zu tun, flatterten am Dienstag vor der Thesentür der Schlosskirche: Cordula Weidmann, Initiatorin der Aktion und Gründerin der „Omas for Future“, Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Superintendentin Gabriele Metzner (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Gorsboth





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