19.07.2021

Jugendkunstschule zeigt im Malsaal Graphic Art von Barbara Yelin und David Polonsky.

Ausstellung widmet sich der israelische Künstlerin Channa Maron

Wittenberg (WiSo) Die Cranach-Stiftung zeigt im Malsaal ihrer Jugendkunstschule eine Ausstellung, die unter dem Titel „Vor alle eins: Dir selbst sei treu“ der israelischen Schauspielerin Channa Maron gewidmet ist. Die Ausstellung wird bis zum 27. September im Rahmen von Veranstaltungen, Ausstellungsrundgängen und Workshops zu sehen sein. 

Auf Einladung des Goethe-Instituts Israel haben der bekannte israelische Illustrator und Animator David Polonsky („Waltz with Bashir“) und die preisgekrönte deutsche Comic-Künstlerin Barbara Yelin („Irmina“) je zehn Episoden aus dem Leben Channa Marons als Plakate entworfen, die unter anderem im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin 2016 im Haus der Berliner Festspiele präsentiert wurden. Die Ausstellung reiste anschließend durch Museen, Bildungseinrichtungen und Schulen in Deutschland und Israel. Begleitend zu der Ausstellung erschien im Reprodukt-Verlag ein Album mit den Werken Yelins und Polonskys. 

Im Jahr 2014 starb in Tel Aviv die große israelische Schauspielerin Channa Maron, die 1923 als Hanna Meierzak geboren wurde. Ursprünglich stammte sie aus Berlin, wo sie bis zum Alter von zehn Jahren lebte und als Kinderstar in Filmen wie Fritz Langs „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ und „Ehe in Not“ von Richard Oswald sowie in zahlreichen Theaterstücken wie „Pünktchen und Anton“ im Deutschen Theater oder „Die Weber“ an der Volksbühne Aufsehen erregte. 

1933 emigrierte ihre Familie aus Deutschland, zuerst nach Paris und später nach Palästina. Während/Users/admin 1/Desktop/Avantgarde-26.6.21.txt des Krieges war Channa Maron Teil der jüdischen Brigaden der britischen Armee. Ab den 1950er-Jahren wurde sie zu einer der bekanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen des Landes, die sowohl auf den wichtigsten Bühnen Israels als auch in Film und Fernsehen auftrat. 

Bei einer Zwischenlandung auf dem Flughafen München verübte ein palästinensischer Attentäter einen Anschlag auf die Passagiere aus Tel Aviv, bei dem Channa Maron ein Bein verlor. Ein Jahr später stand sie jedoch bereits wieder auf der Bühne, auch nahm sie den Anschlag zum Anlass, um sich noch konsequenter für den Friedensprozess in der israelischen Friedensbewegung „Shalom Achschaw“ („Peace Now“) einzusetzen. Ihre letzte Theaterrolle übernahm sie 2011 als Bobe Glubchik in dem Stück die „Die Kofferpacker“ von Hanoch Levin. Damit war sie weltweit die Schauspielerin mit der längsten Bühnenkarriere überhaupt. 

Bild: Channa Maron 1968 im Musical „Hallo Dolly“, illustriert von David Polonsky. Foto: Veranstalter




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