16.07.2021

Zertifizierung für „StadtGrün naturnah“ kurz vor dem Abschluss

Wittenberg soll grüner werden: Blühwiesen sind im Kommen

Wittenberg (wg). Das Label-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ist trotz einer coronabedingten Verzögerung von fast einem Jahr auf der Zielgeraden: „Nach der Bestandserfassung in 2021 und einer umfangreichen Maßnahmeplanung erarbeiten wir aktuell die Grünflächenstrategie als künftigen Leitfaden der Lutherstadt“, informiert Landschaftsplanerin Ulrike Beetz. „Im Herbst 2021 soll der Stadtrat per Beschluss diese Strategie politisch legitimieren.“ 

Seit dem 1. Oktober 2019 beteiligt sich die Lutherstadt am Label-Verfahren als eine von 15 Kommunen, die aus 50 Städte-Bewerbungen ausgewählt wurden. Insgesamt wurden bis jetzt bundesweit 48 Städte zertifiziert, die offizielle Label-Vergabe für die neue Runde erfolgt am 15. September im Rahmen eines Fachkongresses in Düsseldorf. 

„Wir sind Kultur- und Industriestadt, wir liegen aber auch in der Elbaue und am Rande des Naturparks Fläming“, erklärt Oberbürgermeister Torsten Zugehör, „mit der Beteiligung am Label-Verfahren wollen wir die verschiedenen Pole in Einklang bringen.“ Für die Umsetzung der Ziele von „StadtGrün naturnah“ habe die Stadt drei Jahre Zeit, anschließend erfolge die Rezertifizierung. 

Die Grünflächenstrategie, so Beetz, basiere auf der Bestandserfassung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen und Handlungsoptionen. Mit der Strategie bekenne sich Wittenberg zu einer naturnahen Gestaltung der Grünflächen, die es dauerhaft sicher zu stellen gelte. Erreicht werden die Ziele des Labels durch die Reduzierung der Mahd, Verzicht auf Dünger und Pestizide, die Verwendung mehrjähriger, einheimischer Stauden sowie das Anlegen von Blühwiesen: Davon profitieren zahlreiche heimische Insekten- und Vogelarten, aber auch der Mensch, denn aufgrund ihre Arten- und Strukturvielfalt sind Wildblumenwiesen optisch ästhetischer als „überpflegte“ Rasenflächen. 

 „Wir haben bereits mit der Umsetzung begonnen und erste Blühwiesen im Bereich der Bahnhofspromenade, am Kurfürstenring, in der Erich-Mühsam-Straße und entlang der Promenade am Alten Hafen angelegt“, berichtet Beetz, weitere seien in der Triftstraße und Dörffurtstraße geplant. Die Kommunalservice GmbH Wittenberg (KSW) habe die Kübel an der Piesteritzer Schwimmhalle mit naturnahen Stauden bepflanzt. 

Um die Bürgerschaft für das Thema „StadtGrün naturnah“ zu sensibilisieren, sind „Blühschilder“ mit QR-Code in Vorbereitung, die an Wildblumenwiesen sowie an Habitatflächen für Eidechsen und an sogenannten Habitatbäumen aufgestellt werden und interessante Informationen bereit halten. Der zum Labelverfahren parallel organisierte Fotowettbewerb „Es grünt so grün, wenn Wittenbergs Blüten blühen“ ist abgeschlossen, voraussichtlich im Herbst wird eine Ausstellung die schönsten Bilder zeigen. 

Bild: Auch am Kürfürstenring entsteht eine Blühwiese: Weil sich hier schon viele einheimische Pflanzen befinden, wird die Mahdhäufigkeit reduziert, um dauerhaft eine artenreiche Wiese zu sichern. Foto: Stadt Wittenberg




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