Silvia Topanka-Freihube und Bertram Freihube, im Hintergrund Ansichten von New York. Foto: Wolfgang Gorsboth

Silvia Topanka-Freihube und Bertram Freihube, im Hintergrund Ansichten von New York. Foto: Wolfgang Gorsboth

16.07.2021

Silvana Topanka-Freihube und Bertram Freihube zeigen bei den Stadtwerken 110 Kunstwerke

Von den „Schnittmengen“ eines Diplom-Grafiker-Ehepaars

Wittenberg (wg). Das Wittenberger Künstler-Ehepaar Silvia Topanka-Freihube und Bertram Freihube zeigt bei den Stadtwerken noch bis zum 31. Juli eine 110 Arbeiten umfassende Ausstellung mit dem Titel „Schnittmengen“. 

Ihre erste Ausstellung bei den Stadtwerken hatten die beiden Künstler in 2011, damals lag der Schwerpunkt auf Kalligraphie, diese ist heuer nur mit einem Werk vertreten. „Die Idee zu dieser Ausstellung geht auf den Stadtwerke-Kunstkalender zurück, den das Künstlerehepaar für das Jahr 2021 gestaltet hat“, berichtet Stadtwerke-Chef Hans-Joachim Herrmann.

An der Wand der Lounge des Speisesaales konnten die Besucher eine weitere Arbeit bewundern, die beide Künstler im Auftrag der Stadtwerke kreiert hatten: Eine in Augenhöhe angebrachte fünf Meter lange und circa 80 Zentimeter hohe 3D-Silhouette der Lutherstadt mit der Elbbrücke, dem Marktplatz mit Stadtkirche allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt inklusive Hundertwasserschule – und natürlich dem Stadtwerke-Gebäude, wobei das Stadtwerke-Logo auf Anregung von Herrmann in den Stadtwerke-Farben rot, gelb und blau leuchtet.

„Ursprünglich sollte diese Wandarbeit aus Edelmetall angefertigt werden, aber keine Metallbaufirma in der Region wollte wegen der Filigranität diesen Auftrag annehmen“, erklärte Bertram Freihube im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Stattdessen habe man Holz mit Metallbeschichtung als Material gewählt und das Kunstwerk per Laser nach Computer-Entwurf selbst gefräst. 

„Der Ausstellungstitel ‚Schnittmengen’ hat nichts mit Scherenschnitten zu tun, sondern bezieht sich auf die Schnittmengen zwischen unseren Arbeitsfeldern Malerei, Grafik-Design und Kalligrafie“, erläuterte Silvia Topanka-Freihube, die wir ihr Mann an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle studiert hat. Die beiden Diplom-Grafiker sind nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf ein Paar, eine in jeder Hinsicht symbiotische Beziehung. 

„Schmittmengen“ könnte sich aber auch auf das breite Spektrum der Techniken beziehen, auf die Lust an kreativer Kombination von (Acryl-)Malerei, Collagen, Illustration, Fotografie und Kalligrafie. In der ersten Etage sind Plakate zu sehen, die die Beiden unter anderem für die Landesliteraturtage und für Theateraufführungen kreiert hatten, die nach den Veranstaltungen ins Archiv verschwanden und nun für einen Moment dem Vergessen entrissen werden. Auch die Arbeiten für den Stadtwerke-Kalender sind im Original zu sehen. 

2019 begann Bertram Freihube erstmals mit Porträts, nun zeigt er eine ganze Serie – von Sean Connery über Amy Winehouse bis zu Greta Thunberg. Einige Porträts wurden auf ausrangierten Jeansstoffen gefertigt und dann auf Leinwand gezogen, andere direkt auf eine schwarze Leinwand gemalt. Beeindruckend sind die vielen New York-Bilder, Auslöser war ein Privatauftrag: Weil wegen Corona eine gebuchte New York-Reise ausfiel, diese aber ein Geschenk war, wurden New York-Impressionen per Kunst nach Wittenberg geholt. 

„Die Elbe und die Lutherstadt sowie die Ostsee sind für uns von Anfang an ein zwei große Themen“, so Silvia Topanka-Freihube, entsprechend zeige man viele Arbeiten dazu. Aufgrund familiärer Bindungen zu Amsterdam findet der Besucher auch viele Stadtansichten dieser von Grachten durchzogenen Stadt, wobei die Arbeiten sehr emotional mit Lichteffekten spielen. 

Beide Künstler haben sich bei Stadtwerke-Geschäftsführer Herrmann für die Unterstützung während des Lockdowns bedankt, denn ihr „Kunstkonsum“ in der Collegienstraße war viele Monate geschlossen: „Die Aufträge für den Kalender und die Wandgestaltung für die Lounge im Speisesaal sowie die Spende im Rahmen der Aktion ‚Groß hilft Klein’ haben uns sehr geholfen.“ 

Hinweis 

Die Ausstellung „Schnittmengen“ ist bis zum 31. Juli 2021 zu den Öffnungszeiten der Stadtwerke zu sehen. Nach persönlicher Absprache unter 0177/46 46 931 bieten die beiden Künstler auch Rundgänge an.

Bild: Silvia Topanka-Freihube und Bertram Freihube, im Hintergrund Ansichten von New York. Foto: Wolfgang Gorsboth




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