Bürgermeister Axel Clauß, Geschäftsführerin Elke Witt, ihre Stellvertreterin Anika Kinnemann und Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Mohs (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Bürgermeister Axel Clauß, Geschäftsführerin Elke Witt, ihre Stellvertreterin Anika Kinnemann und Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Mohs (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

04.07.2021

Elke Witt: „Die WelterbeCard ist unser wichtigstes Marketing-Instrument“

Coswig: Starker Partner in der WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg

Coswig (wg). Selbstbewusst verwies Bürgermeister Axel Clauß (parteilos) beim Vor-Ort-Termin an der Coswiger Elbe-Fähre auf die idyllische Lage der Stadt und ihre touristischen Potenziale: Der Naturpark Fläming im Norden und die abwechslungsreiche Auenlandschaft der Elbe im Süden, ein mehrfach prämiertes Marina-Camp, ein Naturbad mit Feriendorf, eine zertifizierte und barrierefreie Tourist-Info, die zentrale Lage zwischen den Welterbestätten in Wittenberg, Wörlitz und Dessau – sowie eine Elbgierseilfähre als technisches Denkmal und touristischer Magnet. „Wir liegen nicht länger im Windschatten anderer, vielmehr lohnt es sich, bei uns zu verweilen“, betonte Clauß und zeigte auf die sehenswerte Silhouette mit Schloss, Kirche und Rathaus. Coswig trage den Titel „Naturpark-Kommune“, sei eine fahrradfreundliche Stadt und zudem auf dem guten Weg, als erste „barrierefreie Stadt“ in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet zu werden. 

„Coswig ist ein zuverlässiger und engagierter Partner“, begründet die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg, Elke Witt, den Treffpunkt an der Fähre, die seit 2016 Leistungspartnerin der WelterbeCard ist. Vor allem Touristen auf dem Elberadweg würden die Fähre nutzen, die ohne Motor umweltfreundlich, weil ohne Kohlendioxid-Emissionen Coswig mit dem Wörlitzer Park verbindet. 

„Seit 1566 ist dieser Elbübergang verbürgt und seit 1864 verkehrt hier eine Fähre nach dem Gierseilprinzip“, erläuterte Matthias Mohs, Geschäftsführer der Stadtwerke Coswig, die die Fähre betreibt. Rund 3.000 Kilometer legt die Fähre in der Saison von März bis November zurück, dass die Elbe ein naturbelassener Fluss ist, erweist sich als Segen, aber mit Abhängigkeit von Wasserstand und Wind auch als Fluch. 

„Diese Fähre gehört zu Coswig wie das Schloss oder die Kirche“, betonte Mohs, wirtschaftlich sei sie nicht zu betreiben, deshalb sei man dem Land dankbar, dass die alle sechs Jahre erforderlichen Fähr-Revisionen inzwischen vom Land zu 90 Prozent gefördert würden. Die nächste stehe Ende des Jahres an, deshalb beende man die Fährsaison vorzeitig Anfang Oktober, die Kosten beliefen sich auf rund 125.000 Euro.

WelterbeCard als Premiumprodukt 

„Die gesamte WelterbeRegion verzeichnete in 2020 bei den Übernachtungszahlen einen Rückgang um 29,5 Prozent“, erklärte Witt, „in der Stadt Wittenberg lag der Rückgang sogar bei 46,4 Prozent, lediglich Coswig verzeichnete ein Plus um 26,4 Prozent.“ Gewinner nach dem Restart in 2020 seien der Inland-, Rad-, Familien- und Campingtourismus gewesen, vom Sommerhoch habe auch die WelterbeCard profitiert: „Sie hat sich als unser Hauptmarketing-Instrument bewährt.“ 

Zum Restart in 2021 setze man auf Themen wie Freizeit, Sport, Familien sowie Kultur. Der Claim „WelterbeRadeln“ sei bereits erfolgreich am Start, pünktlich zu den Sommerferien folge als neues Schwerpunktthema „Welterbe am Wasser“. Man wolle die Potenziale des Inlandtourismus gezielt für die Region nutzen: „Auslandsurlaub ist nach wie vor mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden“, so Witt, „deshalb werden sich die Trends von 2020 in diesem Jahr fortsetzen.“ 

Für 2021 konnte der Tourismusverband Welterbe-Region 15 neue Partner für die WelterbeCard gewinnen und offeriert nun 125 Angebote. Neu dazu gekommen ist die Vetter GmbH: Sowohl im Landkreis Wittenberg als auch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld bekommt der WelterbeCard-Inhaber ein kostenfreies Tagesticket. Dieses Angebot gilt auch für die beiden Welterbelinien 304 (Wittenberg-Wörlitz-Dessau) sowie 310 (Dessau-Oranienbaum-Gräfenhainichen). 

Kostenfreie Tagestickets gibt es bei der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn sowie der Dessauer Verkehrs GmbH: „Wir wollen damit Besucher motivieren, ihr Auto stehen zu lassen und umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen“, erklärt Anika Kinnemann, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Welterbe-Region Anhalt-Dessau-Wittenberg und als Projektmanagerin für die WelterbeCard sowie die Dachmarke Luther-Bauhaus-Gartenreich verantwortlich. 

Ebenfalls neu dazu gekommen sind im Landkreis Wittenberg die Städtischen Sammlungen Wittenberg, das Hofgestüt Bleesern in Seegrehna und die Tourist-Information Gräfenhainichen. Neue Partner im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind unter anderem das Seebad Edderitz und die Fürstengruft in der Jakobskirche Köthen. In der Dübener Heide sind das SupaGolf im Kurpark Bad Düben und die Tourist-Information neue Partner. 

Bild: Bürgermeister Axel Clauß, Geschäftsführerin Elke Witt, ihre Stellvertreterin Anika Kinnemann und Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Mohs (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth




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