08.06.2021

Talk: „Anhalt Sport trifft Legenden“ im Radisson Blue

Joachim Streich: Torschützenkönig und bester DDR-Fußballer

Dessau/Wittenberg (WiSo). Der DDR-Rekordfußballer Joachim Streich kommt am Donnerstag, dem 24. Juni, um 19 Uhr ins Radisson Blu Hotel nach Dessau und wird im Talk bei „Anhalt Sport trifft Legenden“ zu Gast sein. „Nach den vielen Legenden in den vergangenen drei Jahren aus den Bereichen Boxen, Leichtathletik und Wintersport ist jetzt wieder König Fußball an der Reihe“, berichtet Sportdirektor Ralph Hirsch, „und wir bieten dem Publikum einen absoluten Volltreffer.“ 

 1,73 Meter reichten Streich, um der größte Fußballer der DDR zu werden, er war der Inbegriff für Tore. Funktionäre und Medien rieben sich an ihm. Er blieb sowohl in den Momenten des Triumphs als auch bei beißender Kritik immer er selbst: nahbar, pragmatisch und mit Gelassenheit ausgestattet. Georg Buschner, von 1970 bis 1981 DDR-Auswahltrainer, sagte anerkennend über Streich: „Er ist mit jeder Situation zurechtgekommen. Er war ein richtiger Leck-mich-am-Arsch-Typ.“ 

Streich, der Junge aus Wismar, hatte einfach immer aus allem das Beste gemacht. Er wurde nicht wie andere zu einem Klub delegiert, er hat kurzerhand selbst den Weg von der TSG Wismar zum FC Hansa Rostock angetreten, und das mit 16 Jahren. 1975, längst Nationalspieler, ging es zum DDR-Meister 1. FC Magdeburg. Drei FDGB-Pokalsiege fuhr Streich ein und spielte mit den Blau-Weißen im Europacup gegen Schalke, PSV Eindhoven, Borussia Mönchengladbach und FC Arsenal. Im September 1983 kam der FC Barcelona mit Diego Maradona und Bernd Schuster, Magdeburg verlor 1:5. 

Ein anderes Spiel würde er gern noch einmal spielen: November 1979, EM-Qualifikation DDR gegen Vizeweltmeister Niederlande, 92.000 Zuschauer im Leipziger Zentralstadion. 2:0 führte die DDR nach 33 Minuten und das Endrunden-Ticket schien griffbereit. Doch dann gab es zwei rote Karten, am Ende stand es 2:3. Streich war 1974 bei der einzigen WM-Teilnahme der DDR erster und letzter Torschütze der Ostdeutschen gegen Australien und Argentinien. 

Sein deutsch-deutsches Duell bestritt er 1972 bei Olympia in München, wo er das Attentat der Terroristen auf die israelischen Sportler vom Balkon gegenüber erlebte. Die DDR gewann am Ende Bronze und in der Zwischenrunde gegen die von Jupp Derwall trainierte Olympia-Auswahl der Bundesrepublik mit Uli Hoeneß und Ottmar Hitzfeld mit 3:2. 

Streich bündelte Raffinesse und Robustheit, und sein Instinkt ließ ihn nie im Stich: 55 Tore in 102 Länderspielen, beides DDR-Rekordzahlen, und auch seine 229 DDR-Oberliga-Tore in 378 Spielen blieben unübertroffen. 

Tickets zum Preis von zehn Euro zzgl. VVK-Gebühr gibt es zeitnah online bei www.ticketmaster.de. 

Bild: Joachim Streich, der am 13. April seinen 70. Geburtstag im kleinen Kreis in Möckern feiern konnte, gehörte zu den besten Stürmern der Welt. Foto: Veranstalter





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