17.05.2021

Wittenberger Sonntag liest die Rhein-Neckar-Zeitung

Nahost-Konflikt: Antisemitische Proteste

Heidelberg (ots) Man kann in der Bewertung dieses Konflikts durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Völlig inakzeptabel ist aber der unverhohlene Antisemitismus, der sich derzeit Bahn bricht - wobei es letztlich zweitrangig ist, ob es sich um linken, rechten oder islamischen Antisemitismus handelt. Letzterer lässt sich auch nicht mit einem Migrationshintergrund oder persönlicher Betroffenheit rechtfertigen: Wer hier lebt, teilt die historische Verantwortung der Gesellschaft dafür, jeder Form von Judenfeindschaft entgegenzutreten. 

Und natürlich hat die Empörung etwas Heuchlerisches: Wo blieben denn die Massenproteste gegen die massenhafte Internierung von muslimischen Uiguren in China, oder gegen den Völkermord an den muslimischen Rohingya in Myanmar? 

Angesichts der jüngsten Übergriffe ist vor allem die Zivilgesellschaft gefragt: Jeder kann bei Demonstrationen oder Mahnwachen ein Zeichen der Solidarität mit den betroffenen jüdischen Gemeinden setzen. Das geht übrigens auch, wenn man Israels Politik in Gaza kritisiert.





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