16.05.2021

Zahlreiche musikalische Entdeckungen vom Barock bis in die Gegenwart

Neue Broschüre des Tourismusverbandes WelterbeRegion: „Musikland Anhalt“

Wittenberg (wg). Lust auf musikalische Entdeckungen macht die neue Broschüre „Musikland Anhalt“, die der Tourismusverband WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg in einer Auflage von 10.000 Exemplaren herausgebracht hat. Sie ist in den geöffneten Touristinformationen oder direkt beim Verband erhältlich. 

„Die Broschüre informiert über die reichhaltige Musikgeschichte Anhalts, dabei erfahren die Leserinnen und Leser viel Wissenswertes über lohnenswerte Reiseziele“, verspricht Nicole Taust, im Verband Themenmanagerin für „Anhalt“ und für „Industriekultur“. Der „Arbeitskreis Anhalt“ will die Region zwischen dem Fläming und dem Harz auf Augenhöhe mit der Lutherstadt Wittenberg und den anderen Unesco-Welterbestätten zu heben. 

„Anhalt erfreute sich aufgrund der sehr kunstsinnigen Fürsten bei Komponisten und Musikern großer Beliebtheit“, erklärt Nicole Taust und nennt ein Beispiel: Als der kulturbarbarische „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. von Preußen die Berliner Hofkapelle seines Vaters auflöste, fanden 16 Musiker in Köthen unter der Führung von Johann Sebastian Bach eine neue Heimstatt Köthener Hofkapelle. 

Ganz nach persönlichem Musikgeschmack können sich Touristen und Einheimische auf den Spuren bedeutender Komponisten begeben: Der Bogen reicht vom Barock bis zur Gegenwart, von Bach (Köthen), Carl Friedrich Fasch (Zerbst) und Carl Christian Agthe (Ballenstedt) über die Komponisten Anhalt-Dessaus wie Wilhelm Müller, Friedrich Schneider und Kurt Weill bis hin zu dem musikalischen Botschafter Anhalts, Heinrich Berger aus Coswig, der die Nationalhymne Hawaiis komponierte. 

„Das Musikland Anhalt hat auch eine lebendige Gegenwart“, betont Taust, deshalb werden auch zeitgenössische Musikveranstaltungen berücksichtigt. Das Kurt Weill Fest wurde in 2021 wegen der Corona-Pandemie erstmals zweigeteilt und fand Ende Februar digital statt. Vom 27. August bis 5. September 2021 soll es den zweiten Teil in Präsenzform geben. Geplant sind auch das Impulsfestival für zeitgenössische Musik mit 20 Konzerten in zehn Städten, das Ska-Festival auf der Wasserburg Roßlau, die Musik im Gartenreich Dessau-Wörlitz und Rock around Barock in Coswig mit Rockmusik und Poetry Slam. 

„Die großen Bühnen und Spielstätten wie das Theater Dessau, das Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg, das Schloss und Schlosstheater Ballenstedt sowie die barocke Stadthalle Zerbst werden ebenfalls vorgestellt“, berichtet Taust, „außerdem wird über die Musik in den Kirchen Anhalts informiert und zwei Beiträge widmen sich den Anfängen der anhaltischen Musikgeschichte und der Musik an den anhaltischen Fürstenhäusern.“ Eine Übersichtskarte und eine Liste mit den Tourist-Informationen runden als Serviceteil die Broschüre ab. 

Der Verband plant bereits die Herausgabe weiterer Broschüren, die sich mit dem Leben und Wirken des in Gräfenhainichen geborenen protestantischen Liederdichters Paul Gerhardt, den modernen Festivals in Ferropolis und dem Wittenberger Renaissance-Musikfestival befassen. Ebenfalls für 2022 in Vorbereitung ist ein Heft mit dem Titel „Musiksommer im Welterbe“. 

Wegen der sich ständig ändernden Corona-Situation wurde in der neuen Broschüre auf die Angabe der Öffnungszeiten musealer Einrichtungen verzichtet. Gleiches gilt für die Terminangaben bei den Veranstaltungen. „Wir bitten alle Interessenten, sich aktuell zu informieren, die Kontaktdaten stehen auf jeder Seite", sagt Nicole Taust. 

Hinweis: 

 Die Broschüre ist kostenfrei in allen Touristinformationen im Verbandsgebiet erhältlich. Sie kann auch beim Herausgeber angefordert werden: WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V., Neustraße 13, Tel.: 03491/40 26 10, E-Mail:

Aktuelle Informationen zu einzelnen Komponisten, Festivals und sonstigen Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Verbandes unter: www.anhalt-dessau-wittenberg.de. 

Bild: Das Gartenreich Dessau-Wörlitz bietet eine einzigartige Kulisse für kulturelle Darbietungen. Beliebt sind die Gondelkonzerte - und deshalb hoffen die Fans, dass Corona die Musik möglich macht. 

Foto: WelterbeRegion/KsDW




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