Heidrun Weise leitet das Waldhaus am Bergwitzsee und hat den Erlebnisrad- und Wanderweg „Kohle, Feuer, Seen“ konzipiert. Foto: Wolfgang Gorsboth

Heidrun Weise leitet das Waldhaus am Bergwitzsee und hat den Erlebnisrad- und Wanderweg „Kohle, Feuer, Seen“ konzipiert. Foto: Wolfgang Gorsboth

16.05.2021

Verein „Elbaue-Heiderand-Kemberg“ hat neue Projekte entwickelt

Neuer Erlebnisradweg durch Wald und Heide: „Kohle, Feuer, Seen“

Bergwitz (wg). Den Lockdown seit November 2020 hat Heidrun Weise, Vorsitzende des Vereins „Elbaue-Heideregion-Kemberg“ e.V. und Leiterin im Waldhaus am Bergwitzsee, dazu genutzt, mit dem Erlebnisrad- und Wanderweg „Kohle, Feuer, Seen“ ein neues Projekt zur Umsetzungsreife zu bringen, das im Oktober 2021 offiziell in Verbindung mit einer öffentlichen Radtour übergeben werden soll. 

Der mit EU-Mitteln über das Leader-Programm geförderte Radweg passt in die große Themen-Route „Kohle, Dampf, Licht, Seen“ des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg. „Unser Projekt wird von der Verbandsgeschäftsführerin Elke Witt, dem Naturpark Dübener Heide und der Stadt Kemberg tatkräftig unterstützt“, freut sich Weise. 

Als Rundwanderweg konzipiert, wird durch Wald und Heide geradelt, Start ist am Waldhaus am Bergwitzsee, von hier aus geht es über Reuden, Rotta und Kolonie-Gniest zum Friedrichsee, weiter zum Königssee, Uthausen und Roter See zurück zum Ausgangspunkt. Die Route kann sowohl in Richtung Lubast mit der Töpferei, als auch in Richtung Radis mit der Heimatstube erweitert werden. 

„Die Ursprünge der Braunkohlegewinnung in der Dübener Heide liegen auf dem Gebiet der Stadt Kemberg“, erläutert Weise. Damals wurde Braunkohle nicht im industriellen Tagebau, sondern meist per Hand in kleinen, privaten Gruben gefördert, oft waren es Bauern, die durch Zufall die Rohbraunkohle fanden. Sie diente nicht der Energiegewinnung in Kraftwerken, vielmehr zum Hausbrand und bei handwerklichen Prozessen wie in Töpfereien und Ziegeleien als willkommene Alternative zum Holz. Sobald eine Grube aufgegeben wurde, entwickelten sich daraus kleine Seen. 

„An allen Seen entlang der Route gibt es heute Campingplätze, Ferienwohnungen und Bungalows für Familien“, weist Weise auf die touristische Bedeutung des Erlebnisradweges, zu dem es auch einen Flyer in deutscher und englischer Sprache geben wird. 64 große Tafeln sollen den Weg weisen. 

Die Öko-Schule des Landkreises 

„Wir kooperieren auch mit der Öko-Schule in Trägerschaft des Landkreises“, beschreibt Heidrun Weise ein zweites Projekt. Pläne wurden im vergangenen Jahr beim Treffen der Naturparke Sachsen-Anhalts auch der Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) vorgestellt. Die Stadt Kemberg hat einen Entwurf erarbeitet, favorisiert wird ein Neubau, der den Anliegen Ökologie und Umweltbildung gerecht wird und gleichzeitig das Waldhaus stärkt mit seiner Mitmachausstellung zu den Themen Wald, Wasser, Mensch sowie seinem großen Bewegungsspielplatz. 

„Mit der Dübener Heide und dem Bergwitzsee liegt bei uns die Natur vor der Haustüre, optimale Bedingungen für die Arbeit einer Öko-Schule“, betont die pensionierte Diplomlehrerin. Unterstützung gebe es auch vom Naturpark Dübener Heide und von den Touristikern. Die Bergwitzer Heimatstube könnte ebenfalls im Neubau untergebracht werden: „Wir würden uns damit zu einem Aushängeschild für die Stadt Kemberg, dem Naturpark Dübener Heide und dem Landkreis Wittenberg entwickeln“, sagt die 78-jährige Vereinschefin. 

Kritik an der Bürokratie 

Den Lockdown habe man für vereinsferne Zwecke nutzen müssen: „Wir sind ein gemeinnütziger Verein, um diesen Status zu behalten, müssen wir Ehrenamtlichen uns mit einer immer sinnloseren und ausufernden Bürokratie auseinandersetzen. Wir wollen aber für unsere Bürger und ganz besonders für unsere Kinder und Jugendlichen da sein, nicht für Bürokraten in den Amtsstuben.“ 

Hinweis:  

Leider muss das Waldhaus am Bergwitzsee über die Pfingstferien geschlossen bleiben. Wann das Bildungs- und Bewegungszentrum wieder öffnen darf, erfahren Interessenten unter Tel.: 034921/61 570 oder per E-Mail:

Dringend gesucht werden auch Mitstreiter. 

Bild: Heidrun Weise leitet das Waldhaus am Bergwitzsee und hat den Erlebnisrad- und Wanderweg „Kohle, Feuer, Seen“ konzipiert. Foto: Wolfgang Gorsboth




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