„Trauriger Clown“: Ein Beispiel für die Bilder, die als digitale Ausstellung auf der Internetseite der Klinik Bosse zu sehen sind. Foto: Marika Höse

„Trauriger Clown“: Ein Beispiel für die Bilder, die als digitale Ausstellung auf der Internetseite der Klinik Bosse zu sehen sind. Foto: Marika Höse

16.05.2021

Mit seinen Bildern möchte Friedrich Herrmann Mut machen

Malen mit Parkinson: Ausstellung in der Klinik Bosse

Wittenberg (WiSo). Die Parkinson-Station St. Elisabeth der Alexianer Klinik Bosse stellt Bilder des Patienten Friedrich Herrmann aus Abtsdorf aus. Wegen der Corona-Bestimmungen sind die Werke derzeit nur digital zu besichtigen: https://www.alexianer-sachsen-anhalt.de/unternehmen/presse-und-aktuelles/ausstellungen. 

Im 2008 erhielt Herrmann die Diagnose, dass er an der unheilbaren Krankheit Parkinson erkrankt ist. Als Patient der Klinik fand er bei der Ergotherapie Freude an der Malerei und einen Weg, seine Erkrankung zu verarbeiten. Entstanden sind farbenprächtige Kunstwerke in Acryl. 

„Mit der Acryl-Malerei habe ich eine Möglichkeit gefunden, einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen, und zwar zu jeder Zeit“, sagt Herrmann, „die Klinik und die Ergotherapie haben einen großen Anteil daran, dass ich meine erste Ausstellung hier, wo alles begann, zeigen kann.“ 

Koordinierte Bewegungsabläufe können bei Menschen mit Parkinson eingeschränkt sein, diese Beeinträchtigung der Motorik ist individuell unterschiedlich ausgeprägt und kann ein aktives Leben trotz Parkinson noch lange ermöglichen, wie das Beispiel von Friedrich Herrmann zeigt. 

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, zitiert Herrmann Pablo Picasso, „für mich war es immer wichtig, dass mir das eigene Bild gefällt, deshalb war eine eigene Ausstellung bislang nicht aktuell.“ Weil es immer mehr Anregungen gab, die Bilder auszustellen, entschied er sich, seine Bilder der Parkinson-Station der Klinik Bosse zur Verfügung zu stellen und damit anderen Parkinsonpatienten Mut zu machen, das Malen als Hobby zu entdecken oder wieder aufleben zu lassen. 

Hintergrund: 

Die Parkinson-Fachklinik in der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg ist auf die multimodale Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson spezialisiert. Mit großer fachlicher Expertise und Motivation werden Morbus Parkinson und andere neurodegenerative Bewegungsstörungen diagnostiziert und therapiert. 

Seit 2010 ist die Klinik eine von der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. zertifizierte Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen mit überregionaler Bedeutung. 

Bild: „Trauriger Clown“: Ein Beispiel für die Bilder, die als digitale Ausstellung auf der Internetseite der Klinik Bosse zu sehen sind.

Foto: Marika Höse





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