Im Foyer des Jugendstilkurhauses: S.E. Hans-Peter Knudsen (2.v.l.), Botschafter der Republik Kolumbien und Kurdirektor Deddo Lehmann (2.v.r.). Foto: Eisenmoorbad

Im Foyer des Jugendstilkurhauses: S.E. Hans-Peter Knudsen (2.v.l.), Botschafter der Republik Kolumbien und Kurdirektor Deddo Lehmann (2.v.r.). Foto: Eisenmoorbad

07.05.2021

18 junge Kolumbianer arbeiten ab August in den Reha-Einrichtungen

Botschafter Kolumbiens kam zum Arbeitsbesuch ins Eisenmoorbad

Bad Schmiedeberg (WiSo). Am Donnerstag, dem 6. Mai 2021, weilte der Botschafter der Republik Kolumbien in Deutschland, Seine Exzellenz Hans-Peter Knudsen, zu einem Arbeitsbesuch im Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg. Empfangen wurde der Botschafter, der in Begleitung des Marine-Attachés Jose Felix Quimbaya Sarmiento anreiste, von Geschäftsführer und Kurdirektor Deddo Lehmann, Bürgermeister Martin Röthel und dem Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Rehabilitationskliniken Dr. med. Alexander Schmidt. 

Die Visite im Eisenmoorbad galt der Vorbereitung der Ankunft von 18 jungen kolumbianischen Staatsbürgern, die ab August im Eisenmoorbad arbeiten werden, sie sind gut ausgebildete Fachkräfte und verfügen bereits über Berufsabschlüsse. Die 16 Pflegefachkräfte, ein Arzt und ein Elektroingenieur werden zunächst eine viermonatige Kenntnisprüfung absolvieren und erhalten danach vom Eisenmoorbad unbefristete Arbeitsverträge. Gegenwärtig belegen sie in ihrer Heimat Deutsch-Sprachkurse. 

Der kolumbianische Diplomat richtete an seine jungen Landsleute vom Kurhaus aus eine Videobotschaft, schilderte seine gewonnen Eindrücke von der Kurstadt und lud sie zu einem Berlinbesuch ein. Vorbereitet wurde das Informationstreffen in Bad Schmiedeberg durch Günter Weßlau vom Bundesverband mittelständischer Wirtschaft und Thomas Löser von der Arbeitsvermittlungsagentur „B4MGermany“. Ziel ist es, durch den Kontakt zur kolumbianischen Botschaft bürokratische Hemmnisse gering zu halten und den Eingewöhnungsprozess für die kolumbianischen Fachkräfte zu unterstützen. Nach Ankunft der Kolumbianer will Botschafter Knudsen das Eisenmoorbad erneut besuchen. 

Beim Rundgang durch die Reha-Kliniken, Kurmittelhaus und Kneipp-Therapiezentrum zeigte der Diplomat großes Interesse am deutschen Gesundheitssystem, eine weitere Zusammenarbeit auf medizinischem Gebiet sei durch den Austausch von Hospitanten vorstellbar. Denn in dem vom langen Bürgerkrieg gezeichneten Land bestehe für medizinische Rehabilitation durch Landminen Verletzter ein großer Bedarf und so sei die direkte Zusammenarbeit zwischen Rehakliniken und Hospitälern denkbar. Viele lobende Worte fand der Botschafter auch für das Flair der Kurstadt und deren landschaftliche Lage, zudem regte er im Gespräch mit Bürgermeister Röthel Städtepartnerschaften an. 

Beim Arbeitsbesuch des kolumbianischen Botschafters gab es keinerlei Sprachbarriere und ein Dolmetscher erübrigte sich: Sein Vater kam aus Deutschland über eine große Automobilfirma nach Kolumbien. Hans-Peter Knudsen ist zweisprachig aufgewachsen, besuchte in Kolumbien eine deutsche Schule. Vor dem diplomatischen Dienst war er Rektor der Universität Rosalio und Handelsvertreter seines Landes in Hamburg. 

Der kolumbianische Botschafter trug sich bei seinem Besuch in das Gästebuch des Eisenmoorbades und in das Goldene Buch der Stadt Bad Schmiedeberg ein. 

Bild: Im Foyer des Jugendstilkurhauses: S.E. Hans-Peter Knudsen (2.v.l.), Botschafter der Republik Kolumbien und Kurdirektor Deddo Lehmann (2.v.r.). Foto: Eisenmoorbad





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