01.05.2021

Wegen hoher Inzidenzen gibt es seit dem 1. Mai Verschärfungen

Die Corona-Ampel steht im Landkreis Wittenberg auf Orange

Wittenberg (wg). Weil im Landkreis Wittenberg die Sieben-Tage-Inzidenz von Dienstag bis Donnerstag höher als 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag, tritt laut „Bundesbremse“ die Ampelfarbe Orange in Kraft. Die Öffnung von Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr für Handelsangebote sind untersagt, informiert Vizelandrat Jörg Hartmann. 

Ausnahmen gelten für Geschäfte des Lebensmittelhandels, Getränkeshops, Drogeriemärkte, Tankstellen, Tierbedarfsmärkte, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Optiker und Hörgeräteakustiker, Friseurdienstleistungen und Fußpflege bleiben ebenfalls erlaubt. 

14 Tage nach der zweiten Impfung benötigen Personen bei Vorlage des Impfausweises keinen Test für Einkäufe und die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen. „Diese Regelung gilt in Sachsen-Anhalt und wird in anderen Bundesländern noch diskutiert“, erklärt Hartmann. Schnelltests vor dem Geschäft unter Aufsicht des Ladeninhabers seien eine freiwillige Leistung, auf die Kunden keinen Rechtsanspruch hätten. Anerkannte Verfahren seien Schnelltests in Testzentren, PCR-Tests sowie Selbsttests mit CE-Kennzeichnung, wenn sie nicht älter als 24 Stunden seien. 

Im Monat April schwankte die Sieben-Tage-Inzidenz um durchschnittlich 155 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Wegen der hohen Fallzahlen appelliert das Gesundheitsamt an alle Einwohner, die Infektionsschutzauflagen einzuhalten – zur Senkung der Neuinfektionen, dem Schutz der Risikogruppen und der Minimierung von schweren Erkrankungen. „Derzeit ist im Landkreis nur noch ein intensivmedizinisches Bett frei“, berichtete Dr. med. Isabel Geißler vom Gesundheitsamt, denn der Anteil der Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssten, sei gestiegen.

Auf die Altersgruppe der Menschen über 70 Jahre entfielen als positive Folge der Impfungen jetzt nur noch zehn Prozent der Neuinfektionen. Leider steige die Zahl der Infektionen in Kitas und Schulen, wobei die Mehrzahl der Betroffenen keine Symptome zeigten aber dennoch andere Menschen anstecken können. 

„Seit Digitalisierung der Kontaktpersonen-Nachverfolgung arbeiten wir schneller und haben bessere Möglichkeiten der statistischen Auswertung“, betont Hartmann. Oberste Priorität hätten Infektionsfälle in Akutkrankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Infektionen in Schulen und Kitas erforderten umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen und stellten sowohl für die betroffenen Einrichtungen als auch für das Gesundheitsamt eine große Herausforderung dar. 

Zusätzliche Impfangebote 

Impfberechtigt sind vom 1. Mai an zusätzlich alle Personen der Prioritätsgruppe 3 wie die Generation 60+, Angehörige der Polizei und Feuerwehr, sowie Personal im Lebensmittelhandel und medizinisch vorbelastete Menschen. Außerdem gibt es Impfangebote für Personen, die in Schulen und Kitas tätig sind, und für Wahlhelfer. 27.481 Personen im Landkreis sind inzwischen erstgeimpft, davon 4.874 in Hausarztpraxen. 

Die Regel der Ampel 

Im Gegensatz zu Verschärfungen sind bei Herabstufungen Werktage entscheidend. Der Landkreis Wittenberg steckt derzeit in Stufe 2 (Orange); eine Rückkehr zu "Gelb" kann also erst erfolgen, wenn die 7-Tage-Inzidenzen an fünf Werktagen in Folge unter 150 liegen. Achtung: Sonn- und Feiertage werden bei dieser Zählung nicht berücksichtigt, somit nutzt der Rückgang auf 126 am 1. Mai noch nichts. 

Weitere Infos zur Corona-Lage gibt es auf der Homepage des Landkreises Wittenberg.




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