OB Torsten Zugehör (r.), Landschaftsplanerin Anett Paul und Straßenbauleiter Steffen Dick in der Erich-Mühsam-Straße in Wittenberg West. Foto: Wolfgang Gorsboth

OB Torsten Zugehör (r.), Landschaftsplanerin Anett Paul und Straßenbauleiter Steffen Dick in der Erich-Mühsam-Straße in Wittenberg West. Foto: Wolfgang Gorsboth

30.04.2021

In der Erich-Mühsam-Straße ist eine Grünachse entstanden

Mehr Bäume in der Stadt Wittenberg und mehr Biodiversität

Wittenberg (wg). Nach der Verkehrsfreigabe der grundhaft ausgebauten Erich-Mühsam-Straße in Wittenberg West im Dezember 2020 (der Wittenberger Sonntag berichtete) erfolgte nun auch der Abschluss der umfangreichen Pflanzarbeiten, in die rund zehn Prozent der gesamten Investitionssumme in Höhe von 2,1 Millionen Euro investiert wurden. 

Damit konnte eine anspruchsvolle Grünachsen-Gestaltung realisiert werden, die Bestandteil des Labeling-Verfahrens „StadtGrün naturnah“ ist. „Das gesamte Wohngebiet hat sich enorm positiv verändert“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) beim Vorort-Termin. 

Die Erich-Mühsam-Straße wurde von 2018 bis 2020 zwischen Rheinstraße und der Straße An der Christuskirche auf 930 Metern in zwei Abschnitten ausgebaut, an der Gemeinschaftsaufgabe waren außer der Stadt auch die Stadtwerke, der Entwässerungsbetrieb sowie die Stadtwerke-Tochter Wittenberg-net beteiligt. Mit den beiden Wohnungsgesellschaften Wiwog und WBG gab es enge Abstimmungen. 

„Wir haben den Kostenrahmen eingehalten“, berichtete Straßenbauleiter Steffen Dick. Im Frühjahr habe man mit den umfangreichen Pflanzungen begonnen – 89 Bäume, 760 Meter Hecke, 352 Quadtratmeter Staudenpflanzung, 260 Quadratmeter Bodendecker, 780 Quadratmeter Rasenansaat und 385 Quadratmeter Schotterrasen. Die Stadt übernehme für vier Jahre die Entwicklungspflege inklusive Wässern. 

Die Scharlach-Kirschen entlang der Erich-Mühsam-Straße sorgen für einen Alleecharakter, an den Straßeneingängen wurden Amberbäume als „Baumtore“ gepflanzt und vor den Zugängen zu den Wohnblöcken dominieren Rotdorne. 

Eine Besonderheit ist der entlang der Friedhofsmauer als Blühwiese angesäte Schotterrasen mit einem hohen Anteil an Wildblumen: „Das ist pflegeleicht und leistet einen wertvollen Beitrag zur Insekten- und Artenvielfalt“, erläuterte Landschaftsplanerin Anett Paul. Zudem handele es sich um einen Modellversuch zur Klärung der Frage, welche Alternativen es zur Begrünung trockener Standorte gebe. 

Mit der besonderen Grün-Gestaltung der Erich-Mühsam-Straße, so Paul, verfolge man zwei Ziele: Erstens mehr Bäume für Wittenberg und zweitens Erhöhung der Biodiversität im Straßenbegleitgrün, deshalb sei diese Straße auch Teil des Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“, an dem sich die Lutherstadt seit dem 1. Oktober 2019 beteilige. Die Bestandserfassung sei abgeschlossen und samt einer Maßnahmeplanung eingereicht worden. 

„Aktuell wird die Grünflächenstrategie erarbeitet, diese fasst die Ergebnisse der Bestandserfassung zusammen und legt zukünftige Maßnahmen sowie die Grundsätze und Ziele eines ökologischen Grünflächenmanagements fest“, informierte Paul. Über die Strategie entscheide letztlich der Stadtrat. 

Im Herbst 2021 erfolge die Label-Vergabe im Rahmen eines bundesweiten Fachkongresses, ob dieser in Präsenz stattfinden könne, sei offen. Außerdem sei ein Internet-Portal zum Thema „StadtGrün naturnah“ als private Initiative eines Projektgruppen-Mitglieds in Vorbereitung. 

Bild: OB Torsten Zugehör (r.), Landschaftsplanerin Anett Paul und Straßenbauleiter Steffen Dick in der Erich-Mühsam-Straße in Wittenberg West. Foto: Wolfgang Gorsboth




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