Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießman, Geschäftsführer der Wiwog/Wigewe, auf dem Baugelände in Kleinwittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießman, Geschäftsführer der Wiwog/Wigewe, auf dem Baugelände in Kleinwittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth

26.04.2021

80 neue Wohnungen entstehen in einer 1A-Lage

Baustart für „Wohnen an der Elbe“ in Kleinwittenberg

Wittenberg (wg). Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wittenberger Wohnungsbaugenossenschaft (Wiwog) und der Wigewe, gaben am Montag, dem 26. April, um 10 Uhr den offiziellen Start für das Bauprojekt „Wohnen an der Elbe“ in Kleinwittenberg. „Strahlender Sonnenschein zum Baustart dürfte ein gutes Omen sein“, freute sich der OB. 

„Vor neun Jahren haben wir die ersten Flächen aufgekauft, dieses Projekt ist unser bislang größte Bauvorhaben“, erklärte Gießmann. Bereits im vergangenen Jahr habe man das Areal im Zuge der Tiefbauarbeiten erschlossen, jetzt beginne der Hochbau. Insgesamt entstehen in mehreren Bauabschnitten 80 Wohnungen, bei einer durchschnittlichen Belegung mit 1,8 Personen pro Wohnung finden auf der ehemaligen Industriebrache zwischen Elbe und Robert-Koch-Straße 144 (Neu-)Wittenberger eine Heimstatt. 

Im ersten Abschnitt, der im Sommer 2022 fertig gestellt sein soll, werden drei Dreigeschosser mit 44 Eigentumswohnungen gebaut. „Für 80 Prozent der Wohnungen liegen Reservierungen vor“, berichtete Gießmann, das Interesse sei auch überregional sehr hoch, vor allem bei ehemaligen Wittenbergen, die es zurück in die Heimat zöge. Für den zweiten Bauabschnitt, die Seniorenwohnanlage mit Tagespflege und 18 seniorengerechten Wohnungen, wird der Baustart im dritten Quartal 2021 erfolgen. 

Im Zuge der Realisierung der neuen Hochwasserschutzanlage können dann auch die direkt an der Elbe gelegenen vier Grundstücke mit Einfamilienhäusern bebaut werden, alle vier Flächen sind reserviert. Für die neue Kaimauer ist die Stadt verantwortlich, allerdings werden sich die Kosten von 2,4 Millionen Euro auf circa 4,8 Millionen Euro verdoppeln: „Nicht Planungsfehler sind die Ursache, sondern im Ergebnis der Analyse des Ist-Zustandes zeigt sich, dass die Schäden verheerender sind als gedacht“, so Zugehör. Mit den Fördermittelgebern sei man in Verhandlungen, um zusätzliche Geldquellen zu erschließen. 

Für den Bebauungsplan WA 5 läuft aktuell der Architektenwettbewerb: Anstelle des in 2018 abgerissenen, 37 Meter hohen Speichers soll ein maximal 21,99 Meter hohes Haus errichtet werden – aber eben kein Hochhaus, wie OB Zugehör und Geschäftsführer Gießmann betonten. Ausführung und Form des mehrgeschossigen Objekts seien derzeit noch offen, man warte die Ergebnisse des Wettbewerbs ab. 

Circa 25 Millionen Euro werden Wiwog/Wigewe insgesamt investieren, das Risiko ist hoch: „Wenn es während des Baus der 100 Meter langen Tiefgarage unter den drei Häusern mit Eigentumswohnungen zu Elbhochwasser kommt, müssen wir die Baugrube wieder zuschütten.“ Mit Blick auf Kosten und Risiken habe man sich die Entscheidung pro „Wohnen an der Elbe“ nicht leicht gemacht, aber mit der ehemaligen Industriebrache erschließe man eine 1A-Lage und setzte das im Integrierten Stadtentwicklungskonzept formulierte Ziel „Wittenberg – Stadt an der Elbe“ konsequent um. 

Der neue Wohnstandort soll auch ein neuer Lieblingsort mit hoher Aufenthaltsqualität der Wittenberger und ihrer Gäste werden. Geplant ist eine bis zu 5,5 Meter breite Promenade für Fußgänger und Radler, wobei es hier zum Lückenschluss des Elberadweges kommen wird. Zusammen mit dem benachbarten Hafenquartier sollen die Uferbereiche als neue „Schauseite“ entwickelt werden, bislang wurde dieser Bereich der Stadt nur von der Dessauer Straße aus wahrgenommen. 

Bild: Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießman, Geschäftsführer der Wiwog/Wigewe, auf dem Baugelände in Kleinwittenberg. Foto: Wolfgang Gorsboth




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