19.04.2021

MP Haseloff bescheinigt Tylsch „fachliche Kompetenz und Erfahrung“

CDU-Kreisverband nominiert Christian Tylsch als Landratskandidaten

Wittenberg (wg). Im Rahmen einer Nominierungsveranstaltung der CDU, die am Freitagabend Corona-bedingt ohne Presse und Öffentlichkeit in Kemberg stattfand, wurde Christian Tylsch mit 88 Prozent der Stimmen als Landratskandidat für die Wahl am 6. Juni 2021 nominiert. Am Montag wurde in der CDU-Kreisgeschäftsstelle der Kandidat im Rahmen eines Pressegesprächs öffentlich vorgestellt, per Videokonferenz war CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff zugeschaltet, der sich seit Montagmorgen wegen zwei positiv getesteter Kollegen in häuslicher Quarantäne befindet. 

Der MP bescheinigte dem Kandidaten eine „hohe fachliche Kompetenz“ sowie „alle Voraussetzungen, die es braucht, um ein guter Landrat zu werden“. Haseloff, der genau heute vor zehn Jahren im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, erinnerte daran, dass Tylsch die ersten fünf Jahre als Leiter seines Wahlkreisbüros und anschließend als Leiter seines MP-Büros eine sehr gute Arbeit geleistet und enorme Erfahrungen gesammelt habe. 

„Sämtliche Amtsgeschäfte laufen im Backoffice beim Büroleiter zusammen, er ist damit die Schlüssel- und Vertrauensperson mit einem maximalen Vernetzungsgrad mit allen Ministerien und Landesverwaltungen“, betonte der MP. Eigentlich sei Tylsch für ihn unersetzlich, er habe ihm aber die Entscheidung für die Landratskandidatur freigestellt, denn: „Als Wittenberger habe ich ein großes Interesse, dass der Landkreis in gute Hände kommt und neue Impulse gesetzt werden.“ 

Die Entscheidung, nach sieben Jahren noch einmal zu kandidieren, sei ihm nicht leicht gefallen, sagte Tylsch, denn eine persönliche Wahlniederlage wirke nach. Rückblickend würde er sogar soweit gehen und sagen, „dass ich mit dem Wissen von heute das Rüstzeug habe, dass mir vor sieben Jahren fehlte.“ Als Büroleiter des MP habe er in Magdeburg gelernt, was es bedeute, große Einheiten zu leiten und schnelle Entscheidungen zu treffen. 

Das Amt des Landrates sei keineswegs ein einfaches, denn dieser sei Chef von 700 Mitarbeitern, und die Themenvielfalt reiche von der Schulentwicklung über die Abfallwirtschaft bis zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dafür brauche es Erfahrung, gut funktionierender Netzwerke und Ziele. Die Pandemie stelle eine neue Erfahrung dar, die man „umso mutiger und entschlossener angehen muss“. 

Insbesondere bei der Kommunikation habe der Landkreis Schwächen gezeigt: „Es reicht nicht, Allgemeinverfügungen in einem unverständlichen Amtsdeutsch abzudrucken, man muss den Bürgern auch konkret erläutern, um was es geht.“ Zur Aufklärung über die Pandemie sowie das Impfen und Testen müsse künftig das Internet viel intensiver genutzt werden. 

Ebenfalls bei der Vorstellung Tylschs dabei waren die drei CDU-Bürgermeister Enrico Schilling (Gräfenhainichen), Torsten Seelig (Kemberg) und Maik Strömer (Oranienbaum-Wörlitz) sowie die Kreisvorsitzende Bettina Lange. „Mehr Entscheidungsfreudigkeit und ein optimales Ausnutzen der gesetzlichen Möglichkeiten“ wünscht sich Seelig. Eine „bessere Kommunikation mit den Bürgern und Bürgermeistern“ erhofft sich Strömer und Schilling wünscht sich von Tylsch, „dass er in der Kreisverwaltung den nötigen Ruck wehen lässt, denn Tylsch kann Landrat.“ 

Bild: CDU-Landratskandidat Christian Tylsch (m.) sowie Maik Strömer, Enrico Schilling, Bettina Lange und Torsten Seelig (v.l.n.r.) schauen auf die Leinwand, auf der Ministerpräsident Reiner Haseloff aus seiner häuslichen Quarantäne live zugeschaltet war. Foto: Wolfgang Gorsboth




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