Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wiwog, Wigewe und Witra, zeigen eine erste Planungsskizze, im Hindergrund das zu bebauende Areal. Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wiwog, Wigewe und Witra, zeigen eine erste Planungsskizze, im Hindergrund das zu bebauende Areal. Foto: Wolfgang Gorsboth

19.04.2021

Verwaltung,Lager, Werkstatt und Fuhrpark künftig im Gewerbegebiet Rothemark

Wiwog-Tochter Witra baut zentralen Betriebsstandort

Wittenberg (wg). Als „einen guten Impuls für die innerstädtische Entwicklung“ bewertete Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) am Montag beim Vorort-Termin im Nussbaumweg/Brauereiweg die Pläne der Witra Service GmbH, im Gewerbegebiet Rothemark einen zentralen Betriebsstandort zu errichten. Im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes erschließe man eine innerstädtische Brache in einem bereits ausgewiesenen Gewerbegebiet und schone dafür Flächen im Außenbereich. 

Die Initiative ist von der Witra als 100-prozentige Tochter der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft (Wiwog) und mithin von einem städtischen Unternehmen ausgegangen. „Die Grundstücke wurden vor wenigen Monaten erworben“, erklärte Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wiwog, Wigewe und Witra. „Die innerstädtische Lage und die gute verkehrliche Erschließung sorgen dafür, dass wir unsere Wohnungsbestände in Piesteritz, Wittenberg West und Kleinwittenberg ebenso gut erreichen können wie in der Innenstadt und im Neubauquartier.“ 

Auf dem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal werden ein zentraler Verwaltungssitz sowie eine Kalt- und eine Warmhalle für Lager, Werkstatt und Fuhrpark entstehen, ebenso eine Kompostieranlage und eine Sperrmülltrennung: „Wir wollen am Standort alle Serviceleistungen vom Grünschnitt bis zur Entrümplung anbieten“, so Gießmann. Der Standort sei zudem für die 70 Witra-Mitarbeiter gut erreichbar, bislang sei die Witra dezentral an verschiedenen Standorten untergebracht gewesen, unter anderem am Hauptsitz der Wiwog in der Sternstraße. 

„80 Prozent aller Leistungen erbringt die Witra im Auftrag der Wiwog, 20 Prozent stammen von private Dritten“, berichtete Gießmann. Die Mitarbeiter erbringen Hauswartstätigkeiten, sind für Reinigung und Winterdienst zuständig, pflegen Grünflächen und Außenanlagen und führen kleinere Handwerkerarbeiten aus. 

Von den mehr als 40.000 Quadtratmetern benötigt die Wiwog circa 25.000 Quadtratmeter, so dass für künftige Erweiterungen ausreichend Platzkapazität gegeben ist. Wiwog und Stadt denken aber auch mit Blick auf weitere kommunale Unternehmen über eine Zentralisierung am Standort Rothemark nach, zumal es im Gewerbegebiet noch freie Flächen gibt. 

Der Aufstellungsbeschluss für die Gesamtentwicklung des Gewerbegebiets Rothemark als B-Plan W6 wurde bereits in 1992 gefasst und in den seit 2004 wirksamen Flächennutzungsplan als Zielstellung aufgenommen. Ab 2004/05 siedelten sich dort die ersten Firmen an, unter anderem das Autohaus Wittenberg. Künftig soll der Brauereiweg in Richtung B 187n (Nordumfahrung) ausgebaut werden, um das Gewerbegebiet sowie die westlichen Siedlungsbereiche besser anzubinden und dafür bestehende Verkehrsachsen wie die Dessauer Straße zu entlasten. 

Nach der Beratung im Bauausschuss soll der Stadtrat am 26. Mai 2021 den B-Plan „W6 Gewerbegebiet Rothemark/Teilplan C“ beraten und beschließen, der Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. Die Belange des Umweltschutzes werden durch eine Umweltprüfung gewahrt. Nach der Erarbeitung eines Planungskonzepts wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der Träger öffentlicher Belange erfolgen. 

Bild: Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) und Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wiwog, Wigewe und Witra, zeigen eine erste Planungsskizze, im Hindergrund das zu bebauende Areal. Foto: Wolfgang Gorsboth




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