Dr. med. Isabel Geißler vom kreislichen Gesundheitsamt zeigt eines der Info-Plakate für die Schulen. Foto: Wolfgang Gorsboth

Dr. med. Isabel Geißler vom kreislichen Gesundheitsamt zeigt eines der Info-Plakate für die Schulen. Foto: Wolfgang Gorsboth

16.04.2021

Laien-Selbsttests sind wichtig für frühzeitige Erkennung von Infektionen

Vizelandrat Hartmann: Ohne Corona-Test kein Schulbesuch

Wittenberg (wg). „Auf Basis der neuen Landesverordnung gilt ab Montag in allen Schulen eine Corona-Testpflicht“, informiert Vizelandrat Dr. Jörg Hartmann (CDU). Alle Schulen seien ausreichend mit Test-Kits versorgt worden, getestet wird zweimal pro Woche. Alle Personen, die keinen aktuellen Nachweis über eine negative Testung auf das SARS-CoV-2-Virus erbringen können, bekommen Zutrittsverbot – dies gilt für Schüler, Lehrer, Hausmeister, Schulsachberarbeiter und Schulsozialarbeiter sowie alle Personen, die sich länger als 15 Minuten im Schulgebäude aufhalten. 

„Durch die Selbsttests in dieser Woche wurden in 12 Schulen und zwei Kitas Kinder und Jugendliche positiv auf Corona getestet, die sonst wegen des symptomfreien Krankheitsverlaufs unerkannt geblieben wären“, erläutert Dr. med. Isabel Geißler vom Gesundheitsamt. Besonders viele Fälle habe es an der Wittenberger Grundschule „Geschwister Scholl“ gegeben. In Kitas sind Testungen freiwillig, diese erfolgen in der Regel zu Hause vor dem Kita-Besuch, alle Einrichtungen wurden vom Landkreis mit Test-Kits versorgt.

Während bei von medizinischem Fachpersonal vorgenommenen Schnelltests für positiv getestete Personen eine Quarantänepflicht gilt, ist der Ablauf bei Laien-Selbsttests ein anderer: Diese Personen sollen sich unverzüglich nach Hause begeben, Kontakte vermeiden, für Mitarbeiter des Gesundheitsamtes verfügbar sein und schnellstmöglich einen PCR-Test durchführen – beim Haus- oder Kinderarzt oder im Abstrichzentrum des Landkreises in der Waldstraße in Wittenberg. „Erst wenn der PCR-Test ebenfalls positiv ist, besteht eine Quarantänepflicht“, berichtet Geißler. 

Weil die Laien-Selbsttests wichtig für eine frühzeitige Erkennung von Infektionsfällen sind, hat das Gesundheitsamt alle Schulen und Kitas mit informativen Plakaten und Flyern versorgt, die den Ablauf erklären, auf diese Weise soll eine Standardisierung der Tests sichergestellt werden. Werden Kinder positiv getestet, werden anders als in der Vergangenheit nicht mehr ganze Klassen unter Quarantäne gestellt, sondern erst analysiert, wie hoch das Ansteckungsrisiko war. 

„Seit sieben Tagen haben wir keine Infektionsfälle mehr in Altenpflegeheimen und in häuslicher Pflegediensten, die entsprechenden Personengruppen sind durchgeimpft worden“, sagt Geißler. Aktuell liege die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 167 infizierten Personen auf 100.000 Einwohner. „Das Infektionsgeschehen ist unverändert hoch“, so Hartmann, „die Inzidenzen sind wichtig, aber wirklich aussagefähig sind die Auslastung der intensivmedizinischen Betten und die Anzahl der nachzuverfolgenden Kontakte.“ 

Am Wochenende verimpft das Impfzentrum seine letzten AstraZeneca-Dosen, danach werden von diesem Hersteller keine mehr an die Kreise und kreisfreien Städte geliefert. Anders bei den Hausärzten, die ab Montag 50 Prozent Impfdosen von BioNTech und 50 Prozent von AstraZeneca für die Ü-60-Jährigen erhalten. Ab dem 26. April sollen alle niedergelassenen Ärzte bei den Impfungen einbezogen werden. Vom 6. April bis jetzt konnten 2.076 Personen in den Hausarztpraxen gegen Corona geimpft werden. 

Impfungen für Wahlhelfer 

Außerdem hat das Land kurzfristig entschieden, dass bis zum 6. Juni, dem Tag der Landtagswahl, alle Wahlhelfer erst- und zweitgeimpft sein sollen. Für sie gibt es Termine am 24. und 25. April sowie am 1. und 2. Mai im Impfzentrum des Landkreises. 

Der Landkreis hat seine Rechtsverordnung zur Eindämmung des Corona-Virus in zwei Punkten geändert, diese betreffen die Quarantänepflicht: Eine solche Pflicht besteht nach positivem PCR-Test und nach allen Tests, die unter fachkundiger Aufsicht in Apotheken und Testzentren vorgenommen wurden. 

Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind vollständig geimpfte Personen ab dem 15. Tag der zweiten Impfung, einmalig geimpfte Personen nach früherer bestätigter Covid-19-Infektion ab dem 15. Tag nach der Impfung sowie Personen mit PCR-bestätigter Covid-19-Infektion innerhalb der vergangenen sechs Monate. 

Bild: Dr. med. Isabel Geißler vom kreislichen Gesundheitsamt zeigt eines der Info-Plakate für die Schulen. Foto: Wolfgang Gorsboth




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