Notfallsanitäterin Vanessa Kluge und Azubi Jaron Kutzki mit dem neuen Reanimationsgerät. Foto: JUH

Notfallsanitäterin Vanessa Kluge und Azubi Jaron Kutzki mit dem neuen Reanimationsgerät. Foto: JUH

27.03.2021

Erstes Notarzteinsatzfahrzeug der Johanniter ausgerüstet

Neue Reanimationshilfe gegen den plötzlichen Herztod

Wittenberg (WiSo). Das erste Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Johanniter in Wittenberg ist mit einer automatischen Reanimationshilfe ausgerüstet worden. Das vollautomatische Gerät kommt zum Einsatz, wenn eine effektive und ermüdungsfreie Herzdruckmassage der Notfallsanitäter nicht mehr möglich ist. 

Die Johanniter wollen eine große Summe in diese neue Technik investieren, denn künftig sollen alle ihre Rettungswagen im Landkreis damit ausgestattet werden. 

Das akkubetriebene Gerät wird die klassische Herzdruckmassage der Ersthelfer und des medizinischen Fachpersonals nach einem plötzlichen Herztod nicht ersetzen, kann aber bei Bedarf den Drückenden im wahrsten Sinne des Wortes erlösen, denn Reanimationen müssen unter Umständen zwischen 45 und 120 Minuten durchgeführt werden. 

Seine Stärke spielt das Gerät auf den Fahrten in eine Spezialklinik aus. Dort komprimiert ein Stempel kontinuierlich und zuverlässig den Brustkorb mit dem Ziel, die Pumpfunktion des Herzens von außen zu übernehmen. So können ohne Unterbrechung lebenswichtige Organe, allem voran das Gehirn, zuverlässig mit Sauerstoff versorgt werden. 

„Das Gerät ist sehr einfach zu bedienen, drückt mit der gleichen Intensität und ist sogar durchlässig für Röntgenstrahlen“, erklärt Notfallsanitäter Ronny Schmidt. Das spiele eine große Rolle bei einer Untersuchung/Operation im Herzkatheter-Labor. Preiswert ist dieses zukunftsweisende Geräte mit 16.000 Euro jedoch nicht. 

Die Johanniter wollen eine große Summe in diese neue Technik investieren, denn künftig sollen alle ihre Rettungswagen im Landkreis damit ausgestattet sein. Dass dies eine lohnende Investition ist, wissen die Retter und sind überzeugt: „Bei langen Anfahrtswegen im schaukelnden Rettungswagen ist nunmehr eine effektive Herzdruckmassage durchführbar, damit werden sich die Überlebenschancen der Patienten erhöhen.“ 

Bild: Notfallsanitäterin Vanessa Kluge und Azubi Jaron Kutzki mit dem neuen Reanimationsgerät. Foto: JUH





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