05.03.2021

Dank guter Technik und kompetenten Mitarbeitern:

Digitale Videositzungen der Ratsausschüsse funktionieren ohne Probleme

Wittenberg (wg). Abstand halten ist in Zeiten der Corona-Pandemie oberstes Gebot, kommunale Gremien wie den Wittenberger Stadtrat und seine Ausschüsse stellt dies aber vor Herausforderungen, „die wir dank der digitalen Ratsarbeit sehr gut bewältigt haben“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) beim freitäglichen Pressegespräch im Stadthaus, wo derzeit aufgrund der Größe und der technischen Ausstattung sowohl die Präsenzsitzungen als auch digitalen Formate stattfinden. 

Während in vielen anderen Städten immer wieder die Rechtmäßigkeit von Videoschaltungen bezweifelt oder deren pannenfreie technische Durchführbarkeit für unmöglich gehalten wird, hat die Lutherstadt damit offenkundig keine Probleme: „Wir haben im Februar mit Videositzungen mehrerer Ausschüsse bewiesen, dass es rechtlich konform und technisch möglich ist“, betonte der OB. Es habe auch deshalb funktioniert, weil alle Stadträte positiv mitgewirkt und ihre rechtliche Mitwirkungspflicht ernst genommen hätten. Niemand habe nach Gelegenheiten gesucht, Videositzungen zu torpedieren. 

Kopf der elektronischen Ratsarbeit in der Stadtverwaltung Wittenberg ist der Justitiar André Seidig: „Das Land Sachsen-Anhalt hat gute rechtliche Voraussetzungen geschaffen“, verweist Seidig auf die Novellierung des Kommunalverfassungsgesetzes im November 2020. Zwei Aspekte hätten sich als vorteilhaft erwiesen: Das technisch gut ausgestattete Stadthaus mit seinem geschulten und kompetenten Personal sowie die iPads der Stadträte, die unabhängig von WLAN funktionieren. 

Vor den ersten Videositzungen habe es vier Vorbereitungstermine in der Verwaltung gegeben, frühzeitig sei die Entscheidung für die datenschutzkonforme Version von Zoom gefallen. Stadträten, die bei der Einwahl oder der Aktivierung von Kamera bzw. Mikrofon Probleme hätten, könne man unverzüglich per Telefon behilflich sein. Um Rückkoppelungseffekte (Piepen) zu vermeiden, habe man in ein Gerät zur Echo-Kompensation investiert. 

Damit bei den Videokonferenzen kein Blick in die Wohnungen der Stadträte möglich ist, haben alle den gleichen virtuellen Hintergrund bekommen, den Pressesprecherin Karina Austermann gestaltet hat. Völlig problemlos konnten zudem die Besucher im Stadthaus analog die Sitzungen mit den digital zugeschalteten Stadträten auf der großen Leinwand verfolgen und sich auch aktiv an der Bürgerfragestunde beteiligen. 

„Wir haben derart positive Erfahrungen mit Videokonferenzen gemacht, dass wir künftig Ausschusssitzungen hybrid stattfinden lassen wollen“, resümiert Seidig, „das heißt, die Stadträte entscheiden selbst, ob sie in Abhängigkeit von aktuellen Inzidenzwerten in Präsenz oder digital teilnehmen wollen.“ Das Land plane eine entsprechende Änderung der Kommunalverfassung. 

Coronatest im SPZ 

Vor der Ratssitzung am 10. März um 16 Uhr im Wittenberger Stadthaus können sich Stadträte freiwillig und kostenfrei ab 14 Uhr im Senioren- und Pflegezentrum (SPZ) „Am Lerchenberg“ auf Corona testen lassen, für Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die an der Sitzung teilnehmen, wird dieser Service von 12 bis 13.30 Uhr angeboten. 

Bild: Justitiar André Seidig ist in der Wittenberger Stadtverwaltung der kluge Kopf der elektronischen Ratsarbeit. Foto: Wolfgang Gorsboth




Video

Oberbürgermeister Zugehör

mehr Videos

Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör

Videos Kultur

Schlosskirche Wittenberg Sarah Herzer an der Orgel
Schlosskirche
Alaris Schmetterlingspark
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: