Blick über einen Teil der Kuhlache: Eine Brache, die künftig aufgewertet werden soll. Foto: Wolfgang Gorsboth/Archiv

Blick über einen Teil der Kuhlache: Eine Brache, die künftig aufgewertet werden soll. Foto: Wolfgang Gorsboth/Archiv

29.11.2020

Südliche Bereiche zwischen Altstadt und Elbe für die Erholung erschließen

Auenpark für Wittenberg: Aus „Lost Places“ sollen „Lieblingsorte“ werden

Wittenberg (wg). „Mit dem Bebauungsplan ‚O9 Auenpark’ wollen wir die Grundlagen für ein Vorhaben von großer Bedeutung für die Stadtentwicklung legen“, erklärt Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos). Bereiche der Kuhlache und des Großen Angers sollen für Erholung und Freizeitmöglichkeiten erschlossen werden - und das im Einklang mit den Belangen des Naturschutzes. 64 Hektar umfasst das Planungsgebiet, das sich zum Teil mit dem im Rahmen der Landesgartenschau (Laga) 2027 geplanten „Uferpark“ überschneidet. Der Bauausschuss wird das Projekt am 7. Dezember beraten, der Stadtrat kann am 16. Dezember beschließen. 

„Wir gehen jetzt den ersten Schritt, dem viele weitere folgen werden“, berichtet Zugehör, „wir werden dabei die Öffentlichkeit intensiv beteiligen.“ Es sei keineswegs vorgesehen, das Areal mit Häusern zu bebauen, vielmehr gehe es darum, aus bisherigen „Lost Places“ neue „Lieblingsorte“ für die Wittenberger und ihre Gäste zu schaffen. 

Die Planungen für den „Auenpark“ orientieren sich am im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) 2030 formulierten Leitbild „Stadt an der Elbe“, eines der zentralen Zukunftsthemen, mit denen Wittenberg auf die Gunst der Lage am Fluss reagieren will. Bislang ist die Elbe eher nur für vereinzelte Nutzergruppen sporadisch erlebbar, die Südumfahrung mit der Bahntrasse sowie die Kuhlache als ungenutzte Brache riegeln den Fluss von der Altstadt ab. Die Laga könnte, sollte Wittenberg den Zuschlag erhalten, die Chancen für die Entwicklung dieses Landschaftsraumes durch ausdrucksstarke Projekte noch befördern. 

Außer der Qualifizierung und Erhöhung des Freizeit- und Erholungsangebotes sind eine Aufwertung der touristischen Infrastruktur sowie der Ausbau eines barrierefreien Wegenetzes vorgesehen, Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie Grillplätze sollen geschaffen werden. Künftig soll die Stadtsilhouette Wittenbergs vom Wasser aus erlebbar sein und kulturhistorische Orte wie die Hartungschanze und historische Badestellen gestalterisch aufgewertet werden. 

„Bei den Planungen werden wir berücksichtigen, dass das Areal besondere Anforderungen an den Hochwasser- und Naturschutz stellt“, betont Zugehör. Um die hohen Schutzansprüche (Flora-Fauna-Habitat, Biosphärenreservat Mittelelbe) und die städtebaulichen Ziele in Einklang zu bringen, sei eine Bauleitplanung erforderlich.





Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör

Videos Kultur

Schlosskirche Wittenberg Sarah Herzer an der Orgel
Schlosskirche
Alaris Schmetterlingspark
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: