E-Scooter sind nicht nur für geschäftliche Angelegenheiten nutzbar, sondern auch für zahlreiche Freizeit-Aktivitäten. Foto: Bird

E-Scooter sind nicht nur für geschäftliche Angelegenheiten nutzbar, sondern auch für zahlreiche Freizeit-Aktivitäten. Foto: Bird

27.11.2020

Neues Sharing-Angebot für umweltfreundliche Mobilität

In Wittenberg beginnt der Testbetrieb für E-Scooter

Wittenberg (wg). Die elektrischen Mietroller kommen nun auch in der Lutherstadt an: Am 1. Dezember beginnt mit maximal 50 Bird-E-Scootern der Testbetrieb, der planmäßig am 31. Mai 2021 enden wird. Der Testbetrieb werde fortlaufend evaluiert, so Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos), und wenn sich die kleinen Flitzer bewähren, soll der Stadtrat über ihren weiteren Einsatz beschließen. 

Das in Kalifornien ansässige US-Unternehmen Bird, das zu den weltweit führenden Anbietern von E-Scootern im stationslosen Ladebetrieb zählt, stellt die elektrischen Mietroller zur Verfügung. „Die Großstädte sind versorgt, jetzt geraten auch kleine Städte wie Wittenberg in den Fokus“, berichtet Zugehör. Damit es durch die E-Scooter nicht zum Chaos kommt wie in manchen Metropolen, setzt Wittenberg zunächst auf einen Testbetrieb. 

Welche Standorte vorgesehen sind, wird derzeit ermittelt, der Wittenberger Hauptbahnhof soll auf jeden Fall dazu gehören. Damit haben Pendler die Möglichkeit, die „letzte Meile“ bis zu ihrem Ziel umweltfreundlich ohne Auto zu bewältigen: so kann eine flexible Ergänzung des kommunalen Mobilitätsangebots entstehen. Vor allem die kurzen Wege, die zu oft mit dem Pkw absolviert werden, sollen auf E-Mobilität verlagert werden. Bei vollgeladener Batterie haben die Roller eine Reichweite von 50 Kilometern. 

Die von Bird angebotenen Scooter sind für den öffentlichen Straßenraum zugelassen, der Betrieb erfolgt mit der vorgeschriebenen Versicherung gemäß Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Laut ADAC dürfen E-Scooter auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen fahren, wenn diese fehlen, auch auf der Fahrbahn. Grundsätzlich verboten sind sie auf Gehwegen und in der Fußgängerzone. „In der Altstadt haben wir bereits genug Konflikte zwischen Fußgängern und Radlern, deshalb bleiben die E-Scooter außen vor“, so Zugehör. Das Tragen eines Helmes ist nicht Pflicht, wird aber dringend empfohlen. Ein Führerschein ist nicht erforderlich. 

Vor dem Ausleihen steht das Herunterladen der kostenlosen Bird-App, anschließend müssen die persönlichen Daten eingegeben werden. Einen E-Scooter finden die Nutzer per App: Freie Roller werden in der Umgebung angezeigt. Hat man seinen Roller gefunden, muss der QR-Code über die App eingescannt werden. Das Entsperren eines Scooters kostet einen Euro, danach erfolgt die Berechnung minutenweise, wobei pro Minute 15 Cent anfallen. 

Nachdem ein geeigneter Abstellplatz gefunden worden ist, wird über einen Button die Fahrt beendet, anschließend muss ein Foto des geparkten Scooters übermittelt werden. 

Der Testbetrieb dient dazu, dass sowohl die Stadt als auch der Anbieter gemeinsam Erfahrungen mit dem neuen Elektroroller-Sharingsystem sammeln und auswerten können: Eine Kooperationsvereinbarung regelt das Miteinander zwischen beiden Seiten.





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