Foto: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen

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19.11.2020

Für den Selbstschutz beim Einatmen effektiver als Alltagsmasken

Wie sinnvoll sind FFP2-Masken für Privatpersonen?

Baierbrunn (ots) Während einige Unvernünftige das Tragen einer Maske verweigern, versuchen andere sich besonders zu schützen, indem sie eine FFP2-Maske tragen. Das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de erklärt den Nutzen einer FFP2-Maske für Privatpersonen. 

Um sich vor einer möglichen Übertragung des Corona-Virus zu schützen, greifen immer mehr Menschen zu FFP2-Masken. Die sind eigentlich für Pflegkräfte und Ärzte gemacht, da der enthaltene Partikelfilter auch virenverseuchte Tröpfchen aus der Atemluft entfernt. "Für den Selbstschutz beim Einatmen sind diese Masken also effektiver als Alltagsmasken", sagt Dominic Dellweg, Chefarzt für Pneumologie am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, „weil Alltagsmasken keiner Norm entsprechen müssen, variieren auch ihre Filterleistung stark.“ 

Auch wenn FFP2-Masken primär dem Selbstschutz dienen, bieten sie auch einen höheren Fremdschutz als der herkömmliche Mund-Nasen-Schutz, denn die europaweit einheitlich genormten FFP2-Masken müssen mindestens 95 Prozent der Partikel abfiltern, so eine im Fachblatt "Science Advances" veröffentlichte Studie. Allerdings gilt das nur, wenn die Masken kein Ventil für die Ausatmung haben. Denn die Masken mit Ausatmungsventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher weniger Fremdschutz. 

Von schwerem Atmen bis hin zu Luftnot 

Die Verwendung einer FFP2-Maske ist durchaus mit Anstrengung verbunden. Aufgrund des eingebauten Filters stößt man beim Atmen auf einen Widerstand. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur ist mit dem Atmen durch einen Strohhalm vergleichbar und mit Luftnot verbunden. Deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Aktivität man mit der Maske vor dem Gesicht bewältigen will und über welchen Zeitraum hinweg.

Da die Filterleistung von FFP2-Masken sich in Verbindung mit Feuchtigkeit, etwa durch die Atmung oder einem Waschgang, verringert, eignen sich diese Masken nicht zur Wiederverwendung. Auf eine Kostenerstattung seitens der Krankenkasse darf nicht gehofft werden. "FFP2-Masken zur Coronavirus-Prävention sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung", erklärt die AOK auf Nachfrage der Apotheken Umschau. 

Vorsicht vor Plagiaten 

Wer sich dennoch eine FFP2-Maske zulegen möchte, sollte unbedingt auf die Kennzeichnung DIN EN 149:2009-08 achten, da sonst Gefahr durch gefälschte Masken droht. Beim Tragen selbst ist auf die Passgenauigkeit zu achten und Bartträger sollten sich rasieren. Nur wenn die Maske luftdicht auf der Haut abschließt, kann die Filterleistung voll ausgeschöpft werden. 

Tipp: Umfangreiche und aktuelle Informationen zum Thema Corona - etwa zu Symptomen, Inkubationszeit und Ansteckung - finden Sie unter www.apotheken-umschau.de.




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