Der Erweiterungsbau (rechts) schließt unmittelbar an die kleine Bestandsturnhalle der Grund- und Sekundarschule „Heinreich Heine“ in Reinsdorf an. Entwurf: bc architekten + ingenieure

Der Erweiterungsbau (rechts) schließt unmittelbar an die kleine Bestandsturnhalle der Grund- und Sekundarschule „Heinreich Heine“ in Reinsdorf an. Entwurf: bc architekten + ingenieure

14.11.2020

Lukratives Bundesprogramm fördert Investitionen zu 90 Prozent

Wittenberg meldet drei Sportstätten-Projekte an

Wittenberg (wg). Wird der dritte Anlauf für die dringend notwendige Erweiterung der Sporthalle der Grund- und Sekundarschule „Heinrich Heine“ in Reinsdorf endlich von Erfolg gekrönt sein? Das hofft Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (SPD), denn während dank der Sanierung bzw. Neubau der beiden Schulen sowie des Hortes ein moderner Bildungscampus entstanden sei, erfülle die kleine Turnhalle nicht einmal die Normen einer Einfeldturnhalle, entsprechend unbefriedigend seien die Möglichkeiten der sportlichen Nutzung für Schule und Vereine. 

Geplant ist ein Erweiterungsbau an der bestehenden Sporthalle, der ein neues Sozialgebäude mit Umkleiden und Sanitärtrakt sowie eine neue, rund 400 Quadratmeter große Halle umfasst, die dann zusätzlich zur knapp 200 Quadtratmeter großen bisherigen Turnhalle zur Verfügung steht. Der neue, barrierefreie Haupteingang orientiert sich im Entwurf der Planer von bc architekten + ingenieure zur Bushaltestelle hin, so dass eine Nutzung auch unabhängig von den Schulzeiten möglich ist. 

Finanziert werden soll das Vorhaben zu 90 Prozent aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 2,125 Millionen Euro und einem Eigenanteil von 235.000 Euro. 

Ebenfalls über das Bundesprogramm soll der Umbau eines alten Tennenplatzes (Hartplatz) zu einem modernen Kunstrasenplatz mit neuer Beleuchtungs- und Beregnungsanlage auf dem Platz der Jugend finanziert werden. Die Kosten belaufen sich auf 1,68 Millionen Euro, der Eigenanteil beträgt 168.000 Euro. 

Als dritte Maßnahme ist der Umbau und die Sanierung der Sportanlage Volkspark Piesteritz geplant: Hier hat der Kunstrasenplatz trotz guter Pflege seine „Altersgrenze“ erreicht, der Belag ist abgenutzt und soll deshalb ausgebaut und erneuert werden. Dringend erneuert werden muss auch die Leichtathletiklaufbahn, damit auf der Anlage wieder Schulsport betrieben werden kann, ebenso sollen die überdachte Umkleide- und Tribünenanlage neugebaut werden. Investitionskosten: knapp über vier Millionen Euro bei einem Eigenanteil von rund 400.000 Euro. 

600 Millionen Euro stellt der Bund in seinem Nachtragshaushalt für die Sanierung kommunaler Einrichtungen bereit. Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) befürchtet, dass das Programm mehrfach überzeichnet sein wird und sich Wittenberg freuen könne, wenn es eins von den drei Vorhaben mit 90 Prozent gefördert bekomme. An die im Stadtrat vertretenen Fraktionen appelliert der OB, Druck auf ihre Bundestagsabgeordneten zu machen, damit Wittenberg in das Programm aufgenommen wird.




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