Als wolle er sämtliche Impfdosen ergreifen: Ministerpräsident Reiner Haseloff bei der Kabinettspressekonferenz. Screenshot: Wolfgang Marchewka

Als wolle er sämtliche Impfdosen ergreifen: Ministerpräsident Reiner Haseloff bei der Kabinettspressekonferenz. Screenshot: Wolfgang Marchewka

11.11.2020

Technisches Problem: Neuer Impfstoff verlangt Minus 70 Grad

Corona: Land Sachsen-Anhalt will neue Impfzentren schaffen

Magdeburg (WiSo) Im Mittelpunkt der Kabinettspressekonferenz des Landes Sachsen-Anhalt standen am Dienstag die neuen Nachrichten vom Kampf gegen die Corona-Pandemie: Die zuvor bekannt gegebenen Zwischenergebnisse der Biontech-Impfstudie, wonach das deutsche Unternehmen der auf Basis einer neuen Technologie einen Impfstoff entwickelt habe, der in internationalen Test mit Freiwilligen eine Erfolgsquote von circa 90 % erzielt habe, elektrisierte auch die Landesregierung. Und weil der amerikanische Biontech-Partner Pfizer in diesen Tagen eine „Notfallzulassung“ für die USA beantragen wolle, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Zulassung auch in Deutschland erfolgt. 

Und „das muss generalstabsmäßig laufen“, betonte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)eine ganz spezielle Aufgabe, die nicht leicht zu erledigen sein wird. Die Bundesregierung wolle den Impfstoff beschaffen, während die einzelnen Bundesländer für „den Rest“ verantwortlich seien: die ordnungsgemäße Lagerung des Impfstoffs, die möglichst sinnvolle Verteilung in den Regionen und schließlich die Impfungen selbst. 

Haseloff nannte als besondere Herausforderung eine technische Bedingung, die es noch nie gegeben habe: Der Impfstoff müsse bei Minus 70 Grad gelagert werden, andernfalls würde er zu schnell verfallen. Erfahrungen, wie diese Aufgabe gelöst werden könne, gebe es nirgendwo. 

Die bisherigen Pläne der Landesregierung sehen vor, dass der Impfstoff zentral gelagert werde und dass jeder Landkreis sowie jede kreisfreie Stadt mindestens ein Impfzentrum erhalten solle, gab Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bekannt. Außerdem müssten mobile Impfteams gebildet werden um solche Menschen zu versorgen, die nicht in der Lage sind, die Impfzentren aufzusuchen – wie zum Beispiel die Bewohner von Altenheimen. Woher das fachkundige Personal für die neuen Teams kommt, sei noch nicht geklärt. 

Gedanken macht sich die Ministerin darüber, in welcher Reihenfolge geimpft werden soll. Risikogruppen stehen an der Spitze, aber auch das medizinische Personal, das ständig an Corona erkrankte Menschen versorgen muss. Eine Impfpflicht gebe es nicht: „Niemand wird zwangsgeimpft“, betonte die Ministerin und kritisierte anschließend das „unsoziale Verhalten“ von solchen Corona-Leugnern und anderen Impfgegnern, wie sie zum Beispiel bei der sogenannten „Querdenker-Demonstration“ aufgetreten sind.




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