Das Nachwuchs-Ensemble „Praetorius-Consort“ beim Abschlusskonzert auf der Empore in der Schlosskirche. Foto: Veranstalter/Corinna Kroll

Das Nachwuchs-Ensemble „Praetorius-Consort“ beim Abschlusskonzert auf der Empore in der Schlosskirche. Foto: Veranstalter/Corinna Kroll

02.11.2020

Kurz vor dem erneuten Corona-Lockdown in Wittenberg:

Gefeiertes Abschlusskonzert beendete Renaissance Musikfestival

Wittenberg (WiSo). Kurz vor dem erneuten Lockdown ist das 15. Wittenberger Renaissance Musikfestival am Sonntag, dem 1. November, in der Schlosskirche zu Ende gegangen: Im gefeierten Abschlusskonzert präsentierten das Nachwuchsensemble „Praetorius Consort“ der gastgebenden Wittenberger Hofkapelle und das Renaissance-Ensemble „Süßato“ der Kreismusikschule Teltow-Fläming ein beeindruckendes Programm mit Renaissancemusik in überraschend modernen Arrangements.

Mit einer Auslastung von 83 Prozent schlägt sich der Erfolg des Festivals in diesem besonderen Corona-Jahr weniger in Zahlen nieder, sondern in der Verbundenheit der Veranstalter, Musiker und den Zuhörern. 

Die strengen Hygienevorschriften stießen durchgängig auf ein verständnisvolles Publikum, „das durch die alten Instrumente und die Musik beeindruckend in die Zeit der Renaissance versetzt wurde“, resümierte Giorgios Kalaitzis, Geschäftsführer der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH. Das Motto für die 16. Festival-Auflage in 2021 steht bereits fest: „Mythen und Märchen“. 

Emotionale Momente, großartige Konzerte und ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Lesungen, einer Ausstellung und musikalischen Stadtführung prägten das diesjährige Musikfestival. Von einem dankbaren Publikum gefeiert wurde das Eröffnungskonzert mit dem „Ensemble 1684“, bei dem auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) als Schirmherr anwesend war: Er bestätigte, dass das Land Sachsen-Anhalt trotz der Corona-Pandemie an der Förderung des Festivals in Höhe von 35.000 Euro festhalte. 

Zwar durften coronabedingt Sopran-Star Emma Kirkby und Jakob Lindberg sowie Lautenist Rolf Lislevand nicht anreisen (der Wittenberger Sonntag berichtete), stattdessen konzertierten spontan die „Hofkapelle Schloss Seehaus“ sowie Hille Perl und Murat Coskun mit ihrem durch die Zeit springenden Programm „Hier und Jetzt“ in den bis auf den letzten Platz gefüllten Sälen, soweit dies die Corona-Bestimmungen erlaubten. 

Alles andere als ein Ersatzprogramm war auch das Konzert mit Johanna Seitz (Barockharfe) und Christoph Meyer (Barockvioline), der krankheitsbedingt für Elisabeth Seitz (Psalter) von „Ensemble 33zwo“ eingesprungen war. Voller Esprit und Spielfreude entführten sie in die faszinierenden Klangwelten des irischen und englischen 17. und 18. Jahrhunderts. 

Eine Musikinstrumentenausstellung zum Instrumentarium der Renaissance im Alten Rathaus und zahlreiche Tanz- und Instrumental-Workshops mit Lehrangeboten für Spiel- und Aufführungspraxis lockten Profis und Interessierte aus ganz Deutschland in die Lutherstadt.




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