1996 starteten die Bauarbeiten für das Tagungs- und Begegnungszentrum der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg. Foto: Archiv

1996 starteten die Bauarbeiten für das Tagungs- und Begegnungszentrum der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg. Foto: Archiv

09.10.2020

Ehemaliger Studien- und Projektleiter der Evangelischen Akademie

Dr. Ronald Hirschfeld im Alter von 73 Jahren gestorben

Wittenberg (WiSo). Bereits am 18. September 2020 starb der ehemalige Projekt- und Studienleiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e. V. Dr. Ronald Hirschfeld. Er war von 1993 bis 1999 als Studienleiter tätig, außerdem beauftragt, als Projektleiter den Aufbau des Tagungs- und Begegnungszentrums der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt zu begleiten. 

Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden für viele Menschen, insbesondere in der ehemaligen DDR, die Lebensweichen neu gestellt. Starken Veränderungen unterlagen auch fast alle gesellschaftlichen Institutionen. Alles wurde auf Zukunftsfähigkeit unter den Bedingungen des bundesdeutschen Rechtssystems und der Marktwirtschaft geprüft und verändert, abgeschafft oder neu erfunden. Das galt besonders für den Aufbau kommunaler Strukturen. 

Für Wittenberg war der Erhalt der industriellen Kerne eine herausragende Aufgabe. Wittenberg war aber mehr noch als eine Stadt der Wirtschaft die „Lutherstadt“. Das sollte wieder stärker ins Bewusstsein der Bewohner der Stadt, aber auch der Welt gebracht werden. 

Wesentliches Element dieses Konzeptes war die Belebung bzw. Wiederansiedlung von Bildungsinstitutionen in Wittenberg. Alles schien möglich. So war es ein Glück, dass die Evangelische Akademie zurück an ihren Gründungsort kommen sollte. Aber was ist eine Akademie ohne ein Haus? 

Das Schloss neben der Schlosskirche schien der ideale Sitz für eine sich entwickelnde Akademie zu sein. Es begann das Planen, Abwägen, Überzeugen, Verhandeln, Verwerfen und Neudenken. Am Ende wurde nicht das Schloss Sitz der Evangelischen Akademie, sondern der benachbarte ehemalige FDJ-Jugendclub, damals „Schuppen“ genannt.

Bei der Diskussion mit der Stadtgesellschaft über diese Transformation war Dr. Hirschfeld ein wichtiger, geachteter Akteur. Heute ist die Evangelische Akademie in Wittenberg eine bekannte und geschätzte Einrichtung mit überregionaler Bedeutung und Ausstrahlung – auch ein Verdienst von Dr. Hirschfeld.




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