Die Sanierung des Hauses „Melanchthon“ des Luther-Melanchthon-Gymnasiums wird rund zwei Millionen Euro teurer. Foto: Wolfgang Gorsboth

Die Sanierung des Hauses „Melanchthon“ des Luther-Melanchthon-Gymnasiums wird rund zwei Millionen Euro teurer. Foto: Wolfgang Gorsboth

08.10.2020

Mehrkosten für Haus Melanchthon und Förderschule Jessen

Bauen wird für den Landkreis erheblich teurer

Wittenberg (wg). Einstimmig hat der Kreistag am Mittwoch erhebliche Mehrausgaben für die Komplettsanierung des Hauses „Melanchthon“ des Luther-Melanchthon-Gymnasiums in Höhe von rund zwei Millionen Euro und für den Neubau der Förderschule in Jessen in Höhe von 275.000 Euro bewilligt. Laut Kämmerer Björn Einbrodt sind dafür unvorhergesehene Baurisiken sowie Kostensteigerungen in den Ausschreibungsergebnissen aufgrund der Hochkonjunktur im Baubereich verantwortlich. 

Die Gesamtkosten für das Haus „Melanchthon“, einem Einzeldenkmal in der Wittenberger Altstadt, steigen damit auf 13,3 Millionen Euro. In dem 1888 errichteten Gebäude traten trotz sorgfältiger Bauvoruntersuchung und Planung während der Bauarbeiten bislang unentdeckte Schäden zu Tage wie im Berech der Dachkonstruktion. 

Auch die Dach- und Gewölbekonstruktion der schönen Aula sind stärker geschädigt als vermutet, hier müssen die Auflager noch genauer vom Holzgutachter untersucht werden. Ebenso müssen die Wandkanäle sämtlicher Innenwände aus statischen Gründen abgebrochen und neu ausgemauert werden – vom Keller bis zum zweiten Obergeschoss. Die meisten Bauschäden wurden im ersten Halbjahr 2020 nach Freilegung etlicher Bauteile entdeckt. 

Hinzu kommen Probleme bei den Ausschreibungen, einige seien, laut Einbrodt, unwirtschaftlich gewesen und hätten deshalb aufgehoben werden müssen. Auch die erneuten Ausschreibungen hätten letztlich zu Ergebnissen geführt, die gegenüber den Kostenberechnungen deutlich höher ausgefallen seien. Die Mehrkosten könnten aus Mitteln der Sonderrücklage gedeckt werden. 

Teurer wird auch der Ersatzneubau der Förderschule Jessen, dort steigen die Gesamtkosten auf 4,4 Millionen Euro. Das über STARK III realisierte Vorhaben hatte ursprünglich eine Investitions-Obergrenze von 3,0 Millionen Euro, die von Anfang an nicht auskömmlich war, um auch die Außenanlagen bedarfsgerecht zu gestalten. Hier werden unter anderem Sport-, Spiel- und Gartengeräte, eine Fläche für den Schulgarten und ein Bolzplatz benötigt.





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