Die freischaffende, in Halle lebende Künstlerin Wiebke Kirchner lädt Malschulfestbesucher ein, selber kreativ zu werden und Postkarten zu collagieren. Foto: Wolfgang Gorsboth

Die freischaffende, in Halle lebende Künstlerin Wiebke Kirchner lädt Malschulfestbesucher ein, selber kreativ zu werden und Postkarten zu collagieren. Foto: Wolfgang Gorsboth

02.09.2020

Traditionelles Malschulfest der Cranach-Stiftung zum Auftakt

„Kleine Welten“: Die Jugendkunstschule startet ins neue Schuljahr

Wittenberg (wg). Mit dem 20. Malschulfest am 5. September startet die Jugendkunstschule der Cranach-Stiftung unter Einhaltung der Corona-Regeln in das neue Schuljahr. „Wir nutzen das traditionelle Fest, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene für unsere Kursangebote zu begeistern“, berichtet Malschulleiterin Dörthe Zielke im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. 

12 Kurse werden im neuen Schuljahr für Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 21 Jahren angeboten, darunter auch die Mappenkurse zur Vorbereitung auf ein Kunststudium. 

Ebenfalls im September beginnen die von Siegfried Appelt geleiteten Kurse für Erwachsene „Wege zur Kunst“. Für Kursleiterin Irene Leps, die eine kreative Pause einlegt, arbeitet der vielseitige Leipziger Künstler Christoph Kukla mit. 

„Leider wurden alle für September und Oktober geplanten Schulprojekte abgesagt“, bedauert Zielke, „dabei sind wir aufgrund unserer Räumlichkeiten in der Lage, Klassen zu teilen und die Projekte unter Einhaltung aller Corona-Auflagen zu organisieren.“ Dies habe man auch bei den Sommerferienkursen unter Beweis gestellt, an denen mehr als 60 Kinder teilnahmen – erstmals mit Vor- und Nachbetreuung von 8 bis 15 Uhr sowie Mittagsversorgung zur Entlastung Corona-geplagter Eltern: „Der Zuspruch war enorm, wir werden diesen Zusatzservice auch in den nächsten Sommerferien anbieten“, so Zielke. 

Großes Projekt: „Kleine Welten“ 

Zum Malschulfest werden die Ergebnisse des Projekts „Kleine Welten“ präsentiert, das coronabedingt digital und kontaktlos im April begann und an dem sich Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren beteiligten. Ab Mai ging es analog und gemeinsam im Malsaal weiter. Entstanden sind diverse Insektenhotels sowie zahlreiche Bilder und Plastiken, darunter Kunstwerke, die so filigran sind wie Insekten. 

„Wir näherten uns den Insekten nicht nur künstlerisch, sondern haben uns auch mit den Ursachen des Insektensterbens auseinandergesetzt und überlegt, was jeder selbst tun kann“, berichtet die Malschulleiterin. Die ökologische Bedeutung habe ebenso eine Rolle gespielt wie die Bestäubungsleistungen von Biene, Hummel und Co. 

Zum Malschulfest wird das beeindruckend große Insektenhotel im Cranach-Garten „möbliert“ und die einzelnen Fächer mit Naturmaterialen wie Bambus- und Schilfrohre, Steine, Holzwolle und Ton befüllt. „Die Materialen dürfen keine scharfen Kanten haben“, erläutert Zielke, „denn dann könnten sich die künftigen Bewohner verletzen.“ Außerdem muss das Insektenhotel auf einer Seite verschlossen werden, um Fressfeinden den Zutritt zu verwehren. 

Mit dem „Kleine-Welten“-Projekt hatte sich die Malschule um den Umweltpreis des Landes beworben, ist dabei aber leider leer ausgegangen. Umso mehr freut sich die Malschule über den mit 500 Euro dotierten Förderpreis des Kinder- und Jugendkulturpreises Sachsen-Anhalt für das Projekt „Wortschätze“ in Kooperation mit den „Wittenberger Bücherfreunden“, dem Förderverein der Stadtbibliothek: Die Wittenberger waren aufgefordert, in Vergessenheit geratene Worte einzureichen, die von 72 Kindern in verschiedenen Kursen künstlerisch umgesetzt und als Mobiles ausgestellt wurden. 

Offene Kunstwerkstätten beim Malschulfest 

Das Malschulfest auf dem Cranach-Hof in der Schlossstraße 1 beginnt um 15 Uhr. In allen Räumen ist bis 18 Uhr eine Auswahl der Kursergebnisse der Jugendkunstschule ausgestellt, die Kunstwerkstätten der Kursleiter sind für Besucher unter Einhaltung der Corona-bedingten Regeln geöffnet. Auf den Auftritt der Band der Kreismusikschule muss wegen der Pandemie verzichtet werden. 

Auch die Cranach-Stipendiatin Wittenberg (wg). Mit dem 20. Malschulfest am 5. September startet die Jugendkunstschule der Cranach-Stiftung unter Einhaltung der Corona-Regeln in das neue Schuljahr. „Wir nutzen das traditionelle Fest, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene für unsere Kursangebote zu begeistern“, berichtet Malschulleiterin Dörthe Zielke im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag.


12 Kurse werden im neuen Schuljahr für Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 21 Jahren angeboten, darunter auch die Mappenkurse zur Vorbereitung auf ein Kunststudium. 


Ebenfalls im September beginnen die von Siegfried Appelt geleiteten Kurse für Erwachsene „Wege zur Kunst“. Für Kursleiterin Irene Leps, die eine kreative Pause einlegt, arbeitet der vielseitige Leipziger Künstler Christoph Kukla mit.


„Leider wurden alle für September und Oktober geplanten Schulprojekte abgesagt“, bedauert Zielke, „dabei sind wir aufgrund unserer Räumlichkeiten in der Lage, Klassen zu teilen und die Projekte unter Einhaltung aller Corona-Auflagen zu organisieren.“ Dies habe man auch bei den Sommerferienkursen unter Beweis gestellt, an denen mehr als 60 Kinder teilnahmen – erstmals mit Vor- und Nachbetreuung von 8 bis 15 Uhr sowie Mittagsversorgung zur Entlastung Corona-geplagter Eltern: „Der Zuspruch war enorm, wir werden diesen Zusatzservice auch in den nächsten Sommerferien anbieten“, so Zielke.


Großes Projekt: „Kleine Welten“


Zum Malschulfest werden die Ergebnisse des Projekts „Kleine Welten“ präsentiert, das coronabedingt digital und kontaktlos im April begann und an dem sich Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren beteiligten. Ab Mai ging es analog und gemeinsam im Malsaal weiter. Entstanden sind diverse Insektenhotels sowie zahlreiche Bilder und Plastiken, darunter Kunstwerke, die so filigran sind wie Insekten.


„Wir näherten uns den Insekten nicht nur künstlerisch, sondern haben uns auch mit den Ursachen des Insektensterbens auseinandergesetzt und überlegt, was jeder selbst tun kann“, berichtet die Malschulleiterin. Die ökologische Bedeutung habe ebenso eine Rolle gespielt wie die Bestäubungsleistungen von Biene, Hummel und Co.


Zum Malschulfest wird das beeindruckend große Insektenhotel im Cranach-Garten „möbliert“: Die einzelnen Fächer werden mit Naturmaterialen wie Bambus- und Schilfrohre, Steine, Holzwolle und Ton befüllt. „Die Materialen dürfen keine scharfen Kanten haben“, erläutert Zielke, „denn dann könnten sich die künftigen Bewohner verletzen.“ Außerdem muss das Insektenhotel auf einer Seite verschlossen werden, um Fressfeinden den Zutritt zu verwehren.

 

Mit dem „Kleine-Welten“-Projekt hatte sich die Malschule um den Umweltpreis des Landes beworben, ist dabei aber leider leer ausgegangen. Umso mehr freut sich die Malschule über den mit 500 Euro dotierten Förderpreis des Kinder- und Jugendkulturpreises Sachsen-Anhalt für das Projekt „Wortschätze“ in Kooperation mit den „Wittenberger Bücherfreunden“, dem Förderverein der Stadtbibliothek: Die Wittenberger waren aufgefordert, in Vergessenheit geratene Worte einzureichen, die von 72 Kindern in verschiedenen Kursen künstlerisch umgesetzt und als Mobiles ausgestellt wurden.


Malschulfest


Das Malschulfest auf dem Cranach-Hof in der Schlossstraße 1 beginnt um 15 Uhr. In allen Räumen ist bis 18 Uhr eine Auswahl der Kursergebnisse der Jugendkunstschule ausgestellt, die Kunstwerkstätten der Kursleiter sind für Besucher unter Einhaltung der Corona-bedingten Regeln geöffnet. Auf den Auftritt der Band der Kreismusikschule muss wegen der Pandemie verzichtet werden.


Auch die Cranach-Stipendiatin Wiebke Kirchner zeigt ihr Atelier: Sie informiert nicht nur über ihre Arbeit, sondern collagiert mit den Besuchern kreative Postkarten, unter anderem mit dem Cranach-Signet. Die Absolventin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein kreiert zum Thema Schwangerschaft Collagen, die sie auf Plexiglasscheiben aufzieht, deren Form an Fruchtbarkeitsgöttinnen erinnert.


Auch die Cranach-Stipendiatin Wiebke Kirchner zeigt ihr Atelier: Sie informiert nicht nur über ihre Arbeit, sondern collagiert mit den Besuchern kreative Postkarten, unter anderem mit dem Cranach-Signet. Die Absolventin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein kreiert zum Thema Schwangerschaft Collagen, die sie auf Plexiglasscheiben aufzieht, deren Form an Fruchtbarkeitsgöttinnen erinnert.




Video

Oberbürgermeister Zugehör

mehr Videos

Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör

Videos Kultur

Schlosskirche Wittenberg Sarah Herzer an der Orgel
Schlosskirche
Alaris Schmetterlingspark
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: