Oberbürgermeister Torsten Zugehör (l.) überreicht dem nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet einen schwarzen Luther. Fotos: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (l.) überreicht dem nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet einen schwarzen Luther. Fotos: Wolfgang Gorsboth

08.08.2020

MP Reiner Haseloff führte Gäste aus NRW durch die Altstadt

Armin Laschet trug sich ins Goldene Buch der Stadt Wittenberg ein

Wittenberg (wg). Zwei Tage ist Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit Ehefrau Susanne an diesem Wochenende auf Einladung von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zu Besuch in Sachsen-Anhalt. Am Sonnabend standen zunächst das Bauhaus und das neue Bauhaus-Museum in Dessau auf dem Programm, anschließend ging es nach Wittenberg, der Heimatstadt Haseloffs, wo sich das Ehepaar Laschet im Historischen Bürgermeisterzimmer im Alten Rathaus in das Goldene Buch der Lutherstadt eintrug. 

 „Wir sind gekommen in diese wunderbare Stadt, von der die Reformation für Deutschland, Europa und die Welt ausging. Ein wichtiges Weltkulturerbe – Danke für alle Gastfreundschaft“, notierte Laschet. Oberbürgermeister Torsten Zugehör übergab einen „schwarzen“ Martin Luther des Bildhauers und Konzeptkünstlers Ottmar Hörl als Gastgeschenk. 

 „Gäste der CDU bekommen einen schwarzen Luther, Politiker von SPD und Linkspartei einen roten und Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, der jüngst zu Besuch war, bekam einen grünen Luther“, frotzelte MP Haseloff. Laschet erwies sich als Hörl-Fan, von ihm besitzt er bereits den goldfarbenen Karl der Große, der aus der Installation zum Karlsjahr 2014 stammt. 

Für MP Laschet diente der Besuch vor allem der Information über die Entwicklung Sachsen-Anhalts seit der Wende. Außerdem griff er einen bereits in 2019 geäußerte Wunsch auf: „Klassenfahrten müssen nicht nach Rom führen, besser ist es, wenn Schüler aus NRW nach Sachsen-Anhalt fahren und umgekehrt.“ Beide Bundesländer hätten attraktive Unesco-Welterbestätten, NRW zum Beispiel das Industriedenkmall Zollverein in Essen. Das Dessauer Bauhaus habe in NRW nicht nur sichtbare Spuren hinterlassen, sondern viele Studenten aus dem Bundesland hätten am Weltruhm der Dessauer Bauhäuser mitgewirkt.

Vor der Einkehr ins Alte Rathaus hatten die Gäste die Schlosskirche besichtigt, wo sich MP Haseloff einmal mehr als geschichtsfest erwies und auf Luthers 71. These verwies, in der der Reformator den eigentlichen Sinn des Ablasses verteidigte. „Diese These ist ein Einfallstor für die Ökumene“, betonte Haseloff. Dass die Preußen aus der Schlosskirche eine Gedenkstätte der Reformation gemacht hätten, sei dem Kölner Dom zu verdanken: „Die Preußen haben den katholischen Dom zu Ende gebaut, deshalb forderten die Protestanten eine Aufwertung ihrer Schlosskirche.“ 

Stadtkirchenkustos Jörg Bielig führte durch die Schlosskirche und verwies auf die wertvollen Glasfenster mit mehr als 120 Wappen protestantischer Städte, darunter auch welche aus NRW. Bielig erklärte, dass Wittenberg Kurfürst Friedrich dem Weisen durch den Bau des Schlosses und der Gründung der Universität einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg verdanke. 

Außerdem besichtigte Haseloff mit seinen Gästen auf der Erkundungstour durch die Altstadt die Stadtkirche, Luthers Predigtkirche, die Cranach-Höfe und das Lutherhaus. 

Am Sonntag reist der Besuch weiter nach Naumburg, wo er unter anderem den Dom besichtigen wird – die Kathedrale ist seit 2018 ebenfalls eine Unesco-Welterbestätte.





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