Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) bedankt sich mit einem coronakorrekten Elbbogencheck bei Thomas Mohr, links im Bild Irene Mihlan. Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (r.) bedankt sich mit einem coronakorrekten Elbbogencheck bei Thomas Mohr, links im Bild Irene Mihlan. Foto: Wolfgang Gorsboth

10.07.2020

OB Torsten Zugehör: In Corona-Zeiten boomt der Radtourismus

Parkplatz am Wittenberger Altstadtbahnhof ist „fahrradfreundlich“

Wittenberg (wg). „Weil aufgrund der Corona-Pandemie Inlandurlaub angesagt ist, erlebt der Radtourismus derzeit einen enormen Boom, in dieser Branche steckt viel Energie“, sagte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) am Freitagmittag vor dem Altstadtbahnhof, „deshalb freuen wir uns, dass heute der Parkplatz am Altstadtbahnhof mit dem Zertifikat „Fahrradfreundlicher Parkplatz“ ausgezeichnet wird.“ 

Überreicht wurde das Zertifikat von Thomas Mohr und Irene Mihlan: Mohr ist Koordinator für Touristik des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Mihlan Geschäftsführerin des Magdeburger Tourismusverbandes Elbe-Börde-Heide, der auch zuständige Koordinierungsstelle für den Elberadweg in Sachsen-Anhalt ist. Beide zusammen haben die Kriterien entwickelt, die für eine erfolgreiche Zertifizierung erforderlich sind.

Besonders wichtig ist die unmittelbare Lage an einem Radweg und da kann der Altstadtbahnhof gleich mehrfach punkten - mit dem Elberadweg, dem Radweg Berlin-Leipzig, der Kohle-Dampf-Licht-Route, dem Radweg R 1 und dem D3–Deutsche Einheit. Weitere Kriterien sind eine gute Fernstraßenanbindung, gut befestigte Fahrradabstellanlagen, wegweisende Beschilderungen sowie eine gute touristische Informationstafel. Der Parkplatz am Altstadtbahnhof verfügt zusätzlich über Bahnanbindung und ÖPNV-Schnittstelle. 

Der Altstadtbahnhof sei ein besonderer Ort, erinnerte der OB, hier sei 2017 die Schlüsselstelle für die Reformationsfeierlichkeiten auf den Elbwiesen gewesen. Auch deshalb habe die Stadt – und nicht die Bahn – in die Errichtung eines modernen und multifunktionalen Bahnhofsgebäudes investiert, denn dieser Bahnhof sei auch das „Tor zur Altstadt“ mit direktem Blick auf Luthergarten und Schlosskirche. Knapp eine Millionen Euro habe der Altstadtbahnhof gekostet, davon habe die Stadt 250.000 Euro als Eigenmittel aufgebracht, in dem benachbarten Parkplatz seien 217.000 Euro investiert worden. 

„Wir haben mit dieser Investition auch einen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität geleistet“, erklärte Zugehör. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wolle man den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen von derzeit 19 auf 30 Prozent steigern, außerdem sei die Lutherstadt Gründungsmitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune in Sachsen-Anhalt“, deren Vorsitz er inne habe. Die Kommunen wollten als Lobbyisten bei der Erstellung des Landesradwegeplans mitreden. 

„Mit der Zertifizierung wollen wir den regionalen Tourismus fördern“, betonte Thomas Mohr, „dabei setzen wir auf multimodale Mobilität, also den Gleichklang von Bahn, Auto und Rad.“ Der Radtourist erwarte Qualität, wer mit dem Auto anreise, brauche geeignete Parkplätze, um von dort aus Rundtouren zu unternehmen, sagte Irene Mihlan. Der Tourismus am Elberadweg habe sich im Zuge der Corona-Lockerungen sehr gut entwickelt, an der Elbfähre in Aken zähle man rund 2.000 Radler pro Woche. 

„Die Radtouristen waren die ersten, die wieder gekommen sind“, betätigte Elke Witt, Geschäftsführerin der Welterbe-Region Anhalt, Dessau, Wittenberg e.V. Auch der Radweg Berlin-Leipzig werde sehr gut frequentiert, hier zahle sich die Werbekampagne in beiden Metropolen aus. Mit dem Zertifikat „Fahrradfreundlicher Parkplatz“ wurde in der Region vor einem Jahr auch der „Elbauenblick“ in Coswig/Anhalt ausgezeichnet.




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