Bürgermeister Jochen Kirchner (r.) und TSG-Vorsitzender Michael Horn im Arthur-Lambert-Stadion. Foto: Wolfgang Gorsboth

Bürgermeister Jochen Kirchner (r.) und TSG-Vorsitzender Michael Horn im Arthur-Lambert-Stadion. Foto: Wolfgang Gorsboth

15.06.2020

Lambert-Stadion als Innenstadt-Sportzentrum weiterentwickeln

Landesgartenschau: TSG und Stadt im engen Dialog

Wittenberg (wg). „Wir wollen das Sportstätten-Entwicklungskonzept, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept und die Bewerbung zur Landesgartenschau 2027 zum Vorteil aller Beteiligten auf einen gemeinsamen Nenner bringen“, bekräftigte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) beim Vorort-Termin am Montag im Arthur-Lambert-Stadion, „wir sind und bleiben deshalb im intensiven Dialog.“ 

Laut Laga-Machbarkeitsstudie ist im südlichen Teil des Stadions ein Weg vorgesehen, um die Lücke in den Wallanlagen zu schließen. Noch stärker betroffen ist die östlich gelegene Kleingartenanlage „Am Stadtgraben“ (der Wittenberger Sonntag berichtete). „Diese Studie ist noch sehr vage und beinhaltet keine konkreten Planungen“, betonte Kirchner, zumal sich die TSG Wittenberg als Pächterin des Stadion mit eigenen Ideen zur Entwicklung der Sportstätte einbringe und viel bewege. So würden derzeit in Eigenregie die Tartanbahnen erneuert, 472.000 Euro investiert.

Die TSG plant in Kooperation mit den Fußballern vom FC Victoria Wittenberg 2014 e.V. zwei Kleinspielfelder im südlichen Teil, die multifunktional auch für die Leichtathletik und andere Sportarten nutzbar sein sollen. „Unser Ziel ist es, auf unserem Areal so viel Sport wie möglich anzubieten“, erklärte TSG-Chef Michael Horn, „wir wollen deshalb unsere Vorstellungen mit den Laga-Planungen der Stadt in Einklang bringen, beides muss funktionieren.“ Angedacht wird, den Fitness-Parcours im südöstlichen Teil vom Stadion-Gelände abzutrennen und so Jedermann zugänglich zu machen. Über die Zukunft einzelner Gebäude müsse ebenso nachgedacht werden, wie über die bestehende Funktionsaufteilung und die Nutzung von Freiflächen. „Wir müssen auch darüber nachdenken, wie das Stadion im Winter und damit ganzjährig genutzt werden kann“, so Horn, dies würde die Stadt bei der Nutzung der Sporthallen entlasten. Überdies wolle man perspektivisch eine Flutlichtanlage im Stadion installieren. 

Ideen, denen Bürgermeister Kirchner aufgeschlossen gegenüber steht: „Im neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept ist das Lambert-Stadion als Hauptsportzentrum der Innenstadt eingestuft. Auch als Stadt wollen wir die Sportstätte weiter entwickeln, etwa durch besondere Angebote für Jugendliche.“ Das Stadion habe für die Gesamtstadt hohe Priorität und sei wegen der Landeswettkämpfe auch überregional bedeutsam. Man wolle dem Verein keine Flächen wegnehmen, vielmehr aktiv in die Laga-Aktivitäten einbinden, so könne die TSG während der Gartenschau sportliche Events sowie Spiel- und Freizeit-Camps anbieten.

„Oberbürgermeister Torsten Zugehör hat in der Stadtratssitzung im Mai die Beschlussvorlage zur Machbarkeitsstudie zurückgezogen, will das Land wegen der Corona-Pandemie die Bewerbungsfrist um ein Jahr verlängert und die Laga von 2026 auf 2027 verschoben hat“, erklärte Kirchner. Man werde den Zeitgewinn nutzen, um die wegen Corona abgesagten Bürgerforen nachzuholen, denn die Laga-Bewerbung soll weiterhin als ein transparenter Prozess mit Bürgerbeteiligung gestaltet werden.





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