06.05.2020

Bundesprogramm ergänzt das Hilfesystem in Sachsen-Anhalt

3,3 Millionen Euro für mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen

Magdeburg (WiSo) Einrichtungen, die von Gewalt bedrohten Frauen in Sachsen-Anhalt helfen, können in den nächsten vier Jahren mit insgesamt mehr als 3,3 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt werden. Das Kabinett hat am 5. Mai der Verwaltungsvereinbarung zur Umsetzung des Bundesförderprogrammes „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ zugestimmt. Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding wird die Vereinbarung unterzeichnen. 

„Das Bundesförderprogramm ergänzt das Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und Kinder in Sachsen-Anhalt", sagt Ministerin Keding, „Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen schnellen, sicheren und unkomplizierten Zugang zu den Hilfeeinrichtungen. Dafür ist das Programm ein wichtiger Baustein.“ 

Der Bund unterstützt Maßnahmen, die vor allem auf Bauinvestitionen abzielen, mit bis zu 90 Prozent. Das Gleichstellungsministerium koordiniert die Förderung in Sachsen-Anhalt. Die ersten Förderanfragen sind bereits eingegangen. 

„Die meisten Anfragen zielen auf eine Verbesserung der Versorgung gewaltbetroffener Frauen auch in den ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts durch Neu- und Umbauten von Frauenhäusern", berichtet Keding. 

Hintergrund: 

In Sachsen-Anhalt gibt es ein differenziertes Hilfesystem für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder. Dazu gehören derzeit 19 Frauenhäuser mit insgesamt 121 Plätzen für Frauen und 157 Plätzen für Kinder. Weiter gibt es neun ambulante Beratungsstellen, vier Beratungsstellen für Opfer sexualisierter Gewalt, vier Interventionsstellen für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Männer, die Fachstelle „VERA“ gegen Frauenhandel und Zwangsverheiratung sowie die Täterberatung für Jungen und Männer. Jährlich erhalten etwa 600 Frauen und fast eben soviel Kinder Schutz, Betreuung und Beratung in den Frauenhäusern in Sachsen-Anhalt.





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