Landrat Jürgen Dannenberg (r.) und Karsten Pfannkuch, Vorstand des DRK-Kreisverba

Landrat Jürgen Dannenberg (r.) und Karsten Pfannkuch, Vorstand des DRK-Kreisverba

20.04.2020

Rettungswache Elster jetzt mit 24-Stunden-Bereitschaft

Hilfsfristen auch im ländlichen Raum einhalten

Elster (wg). Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) besichtigte am Montag die Rettungswache in der Rathausstraße in Elster: Nach Umbau durch den Kreisverband des DRK konnte die 12-Stunden-Wache in eine 24-Stunden-Bereitschaft umgewandelt werden. „Wir hatten in der Vergangenheit Probleme, die Hilfsfristen bei Einsätzen von Rettungswagen einzuhalten und uns deshalb mit den Krankenkassen als Kostenträgern auf ein Gutachten verständigt, dessen Ergebnisse wir jetzt umsetzen“, erklärte Dannenberg. 

Vor allem im ländlichen Raum konnten die Hilfsfristen nicht eingehalten werden, sie schreiben vor, dass in 95 Prozent der Fälle die Rettungswagen in 12 Minuten beim Notfallpatienten eintreffen müssen. „Mit Umsetzung des Gutachtens erhöhen wir bei der Vorhaltung der Rettungsdienstkapazitäten die Wochenstunden um 600 auf 3.000 im gesamten Landkreis“, berichtete der Landrat. 

Pro Schicht sind immer zwei DRK-Rettungssanitäter vor Ort, insgesamt stehen neun Einsatzkräfte zur Verfügung, um jeden Tag rund um die Uhr die Einsatzfähigkeit des Rettungsfahrzeuges zu gewährleisten. „Diese Rettungswache ist zuständig für den Bereich Elster und Umgebung in Richtung Wittenberg, Jessen und Zahna“, erklärte Karsten Pfannkuch, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Wittenberg e.V. „Der Standort in Elster ist damit das Bindeglied zwischen den Rettungswachen in Wittenberg und Jessen.“ 

Für die Erweiterung auf eine 24-Stunden-Wache musste die DRK als Objekteigentümerin eine Nutzungsänderung beantragen. Es wurden zwei neue Sanitärtrakte für weibliche und männliche Mitarbeiter geschaffen, zwei Schlafräume, ein Aufenthaltsraum und eine kleine Küche. Die bisherige kleine Wache wird integriert, sie dient als Lager und für die Desinfektion von Material. 

In den nächsten zwei Wochen soll die Außentreppe angebaut werden, mit der die Einsatzkräfte direkt von ihrer Unterkunft zum Rettungsfahrzeug gelangen: „Wir müssen wertvolle Sekunden sparen, um so schnell wie möglich beim Notfallpatienten zu sein“, betonte Pfannkuch. Für das Rettungsfahrzeug werde auf dem Parkplatz am Haus noch eine kleine Halle gebaut. 

„Das DRK ist für den Landkreis nicht nur im Rettungsdienst, sondern auch im Katastrophenfall ein guter und zuverlässiger Partner“, lobte Dannenberg. Während der Quarantäne der Ortsteile Jessen und Schweinitz hätten die DRK-Mitarbeiter die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und THW vor Ort versorgt. „Diese Quarantäne war auch für uns eine große Herausforderung“, bestätigte der DRK-Vorstand. „Wir mussten in dieser Zeit in Jessen die Betreuung von 800 Personen in der häuslichen Pflege komplett umstrukturieren.“ 

In Umsetzung des Gutachtens wurden die Rettungswachen an der Herzklinik in Coswig sowie in der neuen Hauptwache der Feuerwehr in Coswig bereits realisiert, in Planung sind Schweinitz und Cobbelsdorf. „In Schweinitz sind wir nur Mieter, dort wollen wir die neue Rettungswache im September 2020 eröffnen“, sagte Pfannkuch.




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06.04.2020 Haftbefehl nach Verdacht eines Tötungsdelikts erlassen

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