Weil die Schwimmhalle in Piesteritz wegen der Corona-Krise für den öffentlichen Publikumsverkehr gesperrt werden musste, ist hier die Betreuung von Kindern der Stadtwerke-Mitarbeiter möglich. Foto: Stadtwerke Wittenberg

Weil die Schwimmhalle in Piesteritz wegen der Corona-Krise für den öffentlichen Publikumsverkehr gesperrt werden musste, ist hier die Betreuung von Kindern der Stadtwerke-Mitarbeiter möglich. Foto: Stadtwerke Wittenberg

09.04.2020

Hans-Joachim Herrmann: „Wir sind auch auf Corona vorbereitet"

Professionelles Krisenmanagement der Stadtwerke Wittenberg

Wittenberg (wg). „Die Versorgung mit Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser, die Abwasserentsorgung durch den Entwässerungsbetrieb sowie alle Internet- und Kommunikationsdienstleistungen der Stadtwerketochter Wittenberg-net sind zu jeder Zeit sichergestellt“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Herrmann im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. „Als Betreiber sensibler Infrastrukturen verfügen wir grundstzlich über ein professionelles Krisen- und Notfallmanagement, auf das wir auch in der aktuellen Corona-Pandemie zurückgreifen.“ 

Es gebe gute Konzepte für alle technischen Notfälle, und selbst wenn einige Mitarbeiter wegen Corona krank ausfallen sollten, werde der Betrieb in allen Bereichen aufrechterhalten: „Wir sind auf Krisen vorbereitet, alle wichtigen Systeme können von unseren Mitarbeitern im Notfall auch von zu Hause aus gesteuert werden." Und in den Leitwarten gebe es nur Einzelarbeitsplätze ohne Ansteckungsrisiko. 

Für Mitarbeiter mit Kindern im Alter von fünf bis 12 Jahren bieten die Stadtwerke eine eigene Kinderbetreuung in der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Piesteritzer Schwimmhalle an. Die Fachleute der Bäder und Freizeit GmbH, die in krisenfreien Zeiten auch Kinderschwimmkurse und Kindergeburtstage leiten, kümmern sich nun um den Nachwuchs ihrer Kollegen. Möglichkeiten der Versorgung mit Getränken und kleinen Snacks sind vor Ort vorhanden – nur schwimmen können die Kinder nicht: Wegen der angeordneten Stilllegung der Schwimmhalle wurde die Wassertemperatur heruntergefahren, um Energie zu sparen. 

„Weil die Stadtwerke mit ihren Tochterunternehmen zu den systemrelevanten Unternehmen gehören, können unsere Mitarbeiter als Alternative für ihre Kinder auch eine Notbetreuung in den Kitas und Horten in Anspruch nehmen“, betont Herrmann, „die notwendigen Bescheinigungen stellen wir als Arbeitgeber aus.“ Zusätzlich biete man den Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten an, so dass sich Eltern auf Wunsch die Betreuung ihrer Kinder aufteilen können. Außerdem würden Minusstunden genehmigt, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgearbeitet werden, und auch Home-Office sei möglich. 

„Wir nehmen die Virus-Epidemie und die damit verbundene Verantwortung unseren Kunden und unseren Mitarbeitern gegenüber sehr ernst“, bekräftigt Herrmann. In allen Waschräumen, Toiletten, im Speisesaal und im Kundencenter stehen Spender mit Desinfektionsmitteln bereit. Man weise die Mitarbeiter darauf hin, Abstand zu halten und auf Händeschütteln zu verzichten, ebenso seien alle nicht erforderlichen Dienstreisen und Meetings bis auf Weiteres abgesagt, nun nutze man verstärkt Videotelefonkonferenzen. 

Auch die Kunden würden darüber informiert, wie ihre Wünsche in der Corona-Krise am besten erfüllt werden könnten. „Ob Tarifwechsel, Umzug, Zählerstandsmeldung, Sepa-Vollmachten, Beratung und vieles mehr – alles kann von unseren Kunden bequem und sicher von zu Hause aus erledigt werden“, berichtet der Stadtwerkechef. Um Mitarbeiter vor Ansteckungen zu schützen, schränke man derzeit Hausbesuche ein. 

„Die aktuelle Lage zeigt auch, wie wichtig es ist, in Digitalisierung und leistungsfähige Breitbandversorgung zu investieren“, resümiert Hermann, „nur so ist Home-Office möglich, nur so kann komfortables Leben in vielen Bereichen aufrechterhalten werden.“ Die Corona-Krise werde den Trend zum Heimarbeitsplatz ebenso beschleunigen wie zur Tele-Medizin, denn das ärztliche Wartezimmer gelte jetzt leider als potenzieller Ansteckungsherd. 

Hinweise:  

Um mögliche Ansteckungswege mit dem Corona-Virus einzudämmen, werden Kunden vorsorglich gebeten, den Besuch im Kundenzentrum der Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg nur auf solche dringliche Anliegen zu beschränken, die nicht per Telefon (Service-Nummer 03491/470-0) oder per E-Mail geklärt werden können. 

Alternativ ist die Nutzung des Online-Kundenportals der Stadtwerke möglich: www.stadtwerke-wittenberg.de enthält zahlreiche Dienstangebote wie Tarifwechsel, Umzüge, Rechnungen und Abschläge. 

Die Service-Mitarbeiter der Telekommunikationstochter Wittenberg-net GmbH stehen alternativ zum Vor-Ort Besuch unter der Service-Nummer 03491/76 99 999 oder ebenfalls über das Online-Kundenportal www.wittenberg-net.de zur Verfügung.





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